SZ +
Merken

Erstmals kein neuer Besucherrekord

Die Modellausstellung im Rosenhof bleibt unter den gesteckten Erwartungen.

Teilen
Folgen

Von Jenny Ebert

Die Anwohner rund um den Rosenhof hatten es am vergangenen Wochenende wieder nicht leicht. Viele Stunden lang waren die Straßen zugeparkt, ein Durchkommen nur mit viel gegenseitiger Rücksicht möglich. Denn die zehnte Modell- und Bahnausstellung lockte auch an ihrem zweiten Wochenende wieder tausende Menschen ins Sport- und Freizeitzentrum in Biesnitz. Doch mit 10500 Besuchern an beiden Wochenenden bleibt der Görlitzer Modelleisenbahnverein als Veranstalter unter seinen Erwartungen von mindestens 12000 Gästen nach dem Rekord von etwa 13000 im vergangenen Jahr (siehe Interview).

Aber die Besucher, die den Weg zum Rosenhof fanden, waren wie schon am ersten Wochenende von der Ausstellung begeistert. „Diese Liebe zum Detail ist große Klasse“, sagte zum Beispiel Besucher Eberhard Steffens aus Schlauroth, „vor allem die Amerika-Anlage hinten in der Ecke fand ich ganz toll!“ Dort habe es so viele Details zu sehen gegeben, dass man stundenlang schauen könnte. Doch er fand auch kritische Worte: „Die Ausschilderung war schlecht. Sowohl an den Anlagen selbst wie auch zu den Hallen und der Flugshow.“ Auch eine Sortierung nach den verschiedenen Spurweiten der Modellbahnen hätte er sich gewünscht.

Keiner will ersteigern

Ein Novum der Ausstellung war die Versteigerung zweier Airbrush-Bilder am Sonnabendnachmittag. „Das ging voll nach hinten los“, sagt Ausstellungsorganisator Roland Skupin enttäuscht. Um ein großes Publikum zu haben, sei die Versteigerung in die Flugshow integriert worden. „Aber plötzlich verließ die Hälfte der Leute die Halle, wohl aus Angst, sie müssten mitmachen.“ Das Bild eines Görlitzer Schnelltriebwagens geht an Bombardier, das andere von einem Jagdflugzeug nimmt der Künstler – der Görlitzer Tilo Eich – selbst. „Es war einen Versuch wert, aber das machen wir sicherlich nicht noch einmal“, so Roland Skupin.