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Erstmals Schleppjagd mit einer Hundemeute

Obercarsdorf. Reitverein lädt zu einem besonderen Spektakel ein.

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Von Mandy Schaks

Der Reit- und Fahrverein Obercarsdorf und Umgebung (RFV) veranstaltet am Sonnabend, dem 16. September, mit dem Kreisreiterverein Weißeritzkreis erstmals eine Schleppjagd mit Hundemeute. „Bei einer Schleppjagd wird eine künstliche Fährte durch ein Gelände gezogen, um für die Hundemeute eine Spur zu legen“, erklärt Jana Müller vom RFV. „Der Schleppenleger wird von einem Reiter begleitet, der den festgelegten Weg vorgibt. Liegt die ‚Schleppe‘ auf der Strecke, darf diese von Zuschauern und Kutschen nicht mehr überquert werden.“

Die Jagd selbst läuft nach genauen Regeln ab. Wenn diese beginnt, führt die so genannte Equipage die Meute an. Was das ist, weiß die Fachfrau Jana Müller: „Sie besteht aus dem Master of Hounds und den Pikören, welche die Hunde präsentieren und führen.“ Die Jagdstrecke selbst kann zehn bis zwanzig Kilometer lang sein. Eine ganz wichtige Regel dabei ist: „Die Equipage und vor allem die Hundemeute dürfen niemals überritten werden“, erklärt Jana Müller. „Solche und andere Fehler werden am Abend beim Reiterball in geselliger Runde bei einem Jagdgericht geahndet.“ Die letzte Schleppe endet mit dem Halali. Danach erhalten die Reiter einen Bruch und die Hunde zur Belohnung Rinderpansen zum Curée. Interessierte sind eingeladen, diese Schleppjagd zu beobachten.