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Erzgebirgsverein kritisiert Lugstein-Pächter

Die Vereinsleute sind über den Rausschmiss von Hoteldirektor Jochen Löbel schockiert. Sie verlangen von dem künftigen Inhaber etwas.

Gefeuerter Hoteldirektor Löbel, neuer Manager Sämann: "Wir Erzgebriger halten zusammen."
Gefeuerter Hoteldirektor Löbel, neuer Manager Sämann: "Wir Erzgebriger halten zusammen." © Frank Baldauf / Karl-Ludwig Oberthür

Der Erzgebirgszweigverein Geising äußert sich "überrascht und tief erschüttert" über die Kündigung des Lugsteinhof-Direktors Jochen Löbel. Der neue Pächter und künftige Eigentümer des Zinnwalder Hotels wirft Löbel Arbeitszeitbetrug vor. Löbel wollte einen Ausgleich für seine Überstunden aus den letzten 25 Jahren bekommen. Der neue Lugstein-Manager Andreas Sämann sieht darin einen Akt der Illoyalität gegenüber dem Unternehmen und wirft seinem Vorgänger einen verantwortungslosen Umgang mit seiner Arbeitszeit vor.

Im Osterzgebirge genießt Löbel viel Sympathien, auch der Vorstand des Heimatvereins stärkt ihm den Rücken. Regine Klapczynski, 1. Vorsitzende des  Erzgebirgszweigvereins Geising, sagt: "Wir erwarten, dass der neue Pächter seine Entscheidung überdenkt und hoffen, auch künftig Heimatfreund Löbel als Direktor im Lugsteinhof zu wissen. Wir Erzgebirgler halten zusammen, und wir wissen es zu schätzen, mit wie viel Elan und hohem Verantwortungsgefühl Jochen Löbel für unsere Region brennt und sich dafür einsetzt."

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Mit Löbel nimmt der Zweigverein nicht nur ein eigenes Mitglied, sondern ein Vorstandsmitglied in Schutz. In den letzten Jahrzehnten engagierte sich der Hoteldirektor viel ehrenamtlich, auch im Erzgebirgszweigverein.

Der Lugsteinhof ist mit seinen rund 100 Zimmern eines der größten Hotels im Osterzgebirge und zählt jährlich rund 54.000 Übernachtungen. Seit dem 1. März steuert die Windsor Servicegesellschaft aus Dresden den Betrieb zunächst auf Pachtbasis. Sämtliches Personal wurde samt aller Ansprüche übernommen. Die Windsor, die schon ein kleineres Hotel in Dresden betreibt, will für Umbau und Modernisierung des als Stasi-Erholungsheims gebauten und mittlerweile angejahrten Lugsteins 3,5 Millionen Euro investieren. (SZ)

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