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Es fehlt an Gummilitzen und Nähgarn

Beim Nachbarschaftshilfeverein Hoyerswerda (NHV) wird derzeit fleißig genäht.

Die Leitern der Hoyerswerdaer NHV-Begegnungsstätte, Katrin Ullrich, zählt zu den fleißigen Näherinnen. 150 Behelfs-Schutzmasken konnten dieser Tage bereits an SWH-Mitarbeiter Michael Mandrossa übergeben werden. Weitere Masken sind in Arbeit.
Die Leitern der Hoyerswerdaer NHV-Begegnungsstätte, Katrin Ullrich, zählt zu den fleißigen Näherinnen. 150 Behelfs-Schutzmasken konnten dieser Tage bereits an SWH-Mitarbeiter Michael Mandrossa übergeben werden. Weitere Masken sind in Arbeit. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Nachbarschaftshilfe – dieses Wort hat für den Nachbarschaftshilfeverein Hoyerswerda (NHV) seit der Corona-Krise eine völlig neue Bedeutung bekommen. TAGEBLATT sprach mit der Leitern der NHV-Begegnungsstätte, Katrin Ullrich.

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Frau Ullrich – hat sich der Begriff „Nachbarschaftshilfe“ gewandelt?

Das ist richtig. Unsere reguläre Vereinsarbeit ruht, aber dafür widmen wir uns jetzt dem Schneidern von Masken. Auch eine Art Nachbarschaftshilfe.

Wie kam es zu dieser Hilfsaktion?

Axel Fietzek, der Vorstandsvorsitzende der LebensRäume-Genossenschaft, brachte die Idee auf den Weg. Es erreichte uns die Anfrage, ob sich unsere ehrenamtlichen Helfer aus dem Nähstübchen vorstellen könnten, Behelfs-Masken zu nähen, weil es sicherlich einen größeren Bedarf an dieser Mangelware geben dürfte.

Wie viele Mitglieder nähen Masken und welches „Schnittmuster“ gilt für die von Ihnen gefertigten Masken?

Rosel Buntrock, die Leiterin des NHV-Nähstübchens, informierte sich im Internet und nähte für die freiwilligen Helfer ein Musterstück, das gut nachzunähen ist. Sechs ehrenamtlich tätige Frauen nähen in Heimarbeit die Masken, wofür wir uns herzlich bedanken. Auch im Grünen Hain und im Mehrgenerationenhaus steht jeweils eine Nähmaschine.

Wie viele Masken sind bis jetzt entstanden – und für wen sind sie bestimmt?

Bis jetzt haben wir 150 Masken für die Städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) gefertigt. Weitere fünfzig Behelfsmasken werden entstehen. Über eine Koordinationsstelle in der Wirtschaftsförderung der Stadt erfragen wir zeitnah den weiteren Bedarf.

Werden Stoff oder andere Dinge für die Umsetzung benötigt?

Über einen Aufruf bei Facebook konnten wir uns über viele Stoffspenden freuen und unser Nähstübchen hatte auch noch Stoffreserven. Was fehlt, sind Nähgarn und Gummilitze. Wer helfen möchte, kann sich gern unter Hoyerswerda Tel. 03571 609242 in der Begegnungsstätte „Grüner Hain“ in der Hufelandstraße 41 melden.

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