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Sachsen

Die Schulpolitik geht in die richtige Richtung

In Sachsen fehlen zum Schuljahresbeginn erneut Lehrer. SZ-Bildungsredakteurin Andrea Schawe erkennt dennoch gute Ansätze. Ein Kommentar. 

©  dpa/SZ

An die Zahlen hat man sich schon fast gewöhnt. Nachdem im vergangenen August erstmals nicht alle Lehrerstellen besetzt werden konnten, fehlen Sachsen zum Start dieses Schuljahres 180 Lehrer. Die Lücke wird nicht größer, das ist erfreulich. 2018 bleiben noch 230 Stellen unbesetzt. 

Auch die Zahl der Bewerber steigt wieder – ebenfalls eine positive Nachricht. Und ein Zeichen, dass Sachsen mit dem Handlungsprogramm und der besseren Bezahlung der Grund- und Oberschullehrer im Vergleich mit den anderen Bundesländern ein attraktives Angebot machen kann.

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Klar ist: Jeder Lehrer, der fehlt, ist einer zuviel. Aber der Lehrermangel lässt sich nicht von heute auf morgen beseitigen, das braucht Zeit. Sachsen hat einiges getan, damit es in die richtige Richtung geht. Dazu zählt die Entscheidung des Kultusministeriums, an Grundschulen und Gymnasien mehr Lehrer einzustellen als geplant. Immerhin ist der Bedarf von 1.100 neuen Stellen wegen des gekürzten Ergänzungsbereichs schöngerechnet. Um Stunden für individuelle Förderung oder Vertretung im Krankheitsfall in allen Schularten voll abdecken zu können, wären 500 weitere Lehrer nötig.

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Trotzdem wird der Bedarf nicht gedeckt. In Bautzen fehlen Grundschullehrer, in Chemnitz wird es an Oberschulen eng.

Nun liegt es am Landesamt, möglichst flexibel zu organisieren, dass an so wenigen Schulen wie möglich Unterricht ausfällt. Die zusätzlichen Lehrer mit freiem Arbeitsvermögen sollten an die Schulen, die besonders belastet sind: in sozialen Brennpunkten, mit vielen Förderschülern oder hohem Migrantenanteil.

E-Mail an Andrea Schawe

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