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Es geht nicht alles in Hohendubrau

Die Gemeinde will ihre Winterschäden beseitigen. Das sind viele. Welche aber sind jetzt die wichtigsten?

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© André Schulze

Von Susanne Sodan

Rote Sprüh-Kringel, die sieht man gerade überall auf den Straßen der Gemeinde Hohendubrau. Wo so ein Kringel ist, ist auch ein Winterschaden, der demnächst behoben werden soll. Es sind alles kleinere Maßnahmen, dennoch muss die Gemeinde genau rechnen. 76 000 Euro hat sie für die Beseitigung ihrer Winterschäden zur Verfügung. Neben den angesprühten kleineren Straßenschäden gibt es allerdings noch eine lange Liste mit größeren und vor allem teureren Problemen auf Hohendubraus Straßen. Der Gemeinderat hat diese Woche darüber beraten, was machbar ist und was warten muss.

Auf der Liste mit den größeren Maßnahmen steht zum Beispiel die Straße Zur Försterei in Dauban. Wegen großer Wurzel-Ausbrüche musste dort, zumindest an den beschädigten Stellen, der Asphalt zurückgebaut und neuer aufgebracht werden. Um die 2 000 Euro würde das kosten. Weiter geht´s mit dem Birkenhainweg. Auch hier sollen rund 2 000 Euro investiert werden, um Wurzelausbrüche zu beseitigen. Ähnliches Problem bei der Straße An der Loose, allerdings in größerer Form. Wurzeln, die unter der Straße liegen, haben dort für großflächige Schäden gesorgt. Dazu kommen Quer- und Längsrisse. Die Baumwurzeln müssten entfernt und dann ein Wurzelschutz eingebracht werden. Das funktioniert zum Beispiel über ein bestimmtes Material, das im Wurzelbereich eingefüllt wird, oder Kunststoffplatten, die unter den Asphalt gelegt werden. Das würde dann aber rund 13 000 Euro kosten.

Es steht noch einiges mehr auf der Liste, zum Beispiel der Obere Siedlerweg am Gewerbepark Gebelzig und die Ortsverbindung zwischen Gebelzig und Jerchwitz. Auch hier sind größere Maßnahmen geplant. Bleibt noch der Baruther Weg in Weigersdorf. Die Straße soll grundhaft ausgebaut werden. Dazu kommt, dass die Entwässerung nicht ausreichend funktioniert. Nach einer ersten Einschätzung würde die Sanierung des Baruther Weges insgesamt etwa 45 000 Euro kosten. Rechnet man alle Schäden, die auf der Liste stehen, zusammen, bleiben noch rund tausend Euro für die Beseitigung all der Schäden, die jetzt mit einem Kringel markiert sind. Klar ist: Das reicht nicht. „Für die kleineren Maßnahmen rechnen wir mit 12 000 Euro“, erklärte Hohendubraus Bürgermeister Hans- Hermann Zschieschank in der Gemeinderatssitzung. Mittlerweile ist die Schätzung auf rund 15 000 Euro korrigiert worden.

Gerade auf die Beseitigung der vielen kleineren Winterschäden würde er nicht verzichten, erklärte Gemeinderat Ronny Weigel. „Dafür ist das Winterschädenprogramm da. Diesen Punkt müssen wir erfüllen.“ Darüber herrschte im Gemeinderat Konsens: Erst sollen die kleinen Schäden wie Risse, Ab- und Aufbrüche behoben werden, auch um Folgeschäden zu vermeiden. Wenn klar ist, wie viel Geld übrig bleibt, geht es an die größeren Sanierungen.

Dennoch soll parallel weitergearbeitet werden: Auch die größeren Projekte wie der Baruther Weg sollen zunächst ausgeschrieben werden – nur so lässt sich feststellen, wie viel Geld konkret dafür benötigt wird. Bleiben nach den Sanierungen der kleineren Schäden nicht genug Mittel, um auch die größeren Projekte umsetzen zu können, muss eines entweder verschoben oder nur in eingedampfter Form verwirklicht werden. Bei dieser Entscheidung geht es nach Priorität. Endgültig müssen die Gemeinderäte darüber aber noch entscheiden – wenn die roten Kringel fort sind.