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Es gibt gute Gründe für einen Abriss

über die Zukunft vom Klein-Tirol

Franz Herz

Das Grundstück der ehemaligen Gaststätte Klein-Tirol in Oberschlottwitz ist auf den ersten Blick eine Spitzenlage. Vieles spricht dafür, hier ein Geschäftshaus oder wieder eine Gaststätte zu bauen. Das ist sozusagen der Eingang nach Schlottwitz. Die Straße führt direkt davor vorbei und hinter dem Haus hält die Müglitztalbahn.

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Doch wenn der zweite Blick folgt, sieht es anders aus. Neben Klein-Tirol fließt die Müglitz vorbei. Und das ist das entscheidende Problem für das Grundstück. Denn der Fluss hat im August 2002 das Anwesen zerstört. Und das Klein-Tirol liegt auch so ungünstig in der Müglitzkurve, dass es nur mit Riesenaufwand gegen Hochwasser geschützt werden kann.

Wer hier bauen will, muss so eine lukrative Nutzung finden, dass er das Hochwasserrisiko eingehen kann. Das ist schwer vorstellbar. Ein Hotel oder eine Gaststätte bringen im Osterzgebirge jedenfalls keine derartigen Einnahmen. Oder er muss das Grundstück so nutzen, dass es durch eine Flut keine besonderen Schäden erleiden kann. So sprechen alleine die Lage von Klein-Tirol und die Erfahrung mit den Fluten der letzten Jahre dafür, die Ruinen abzureißen. Ein Parkplatz hält auch eine Überschwemmung aus.