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Es gibt immer noch zu wenig Neurologen

Theresa Hellwig über das neue Parkinson-Netzwerk

Von Theresa Hellwig
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Theresa Hellwig kommentiert die Einführung des neuen Parkinson-Netzerkes.
Theresa Hellwig kommentiert die Einführung des neuen Parkinson-Netzerkes. © Gernot Menzel

Ja, es ist eine gute Nachricht: Engagierte widmen sich dem Problem des Ärztemangels im ländlichen Raum. Das neue Parkinson-Netzwerk Ostsachsen soll die Behandlung für Parkinson-Erkrankte in der Region verbessern.

Das Ganze hat aber auch einen faden Beigeschmack: Die Kassenärztliche Vereinigung macht wenig Hoffnung, dass sich an der Zahl der Neurologen in der Region etwas ändern wird, zumindest nicht zum Guten. Man könne Absolventen ja nicht zwingen, in den ländlichen Raum zu kommen, heißt es – und außerdem ist das Gebiet auf dem Papier noch immer überversorgt. Nach einer Überversorgung sieht es in der Realität aber nicht aus, wenn man Ärzte und Patienten fragt. Letztere kommen nur schwer an Termine, und eine Neurologin aus der Region hat deutlich über Überlastung geklagt. In der Zukunft wird sich das Problem wohl noch verschärfen, weil einige der Neurologen kurz vor dem Ruhestand stehen.

Es ist schön, dass sich etwas bewegt – aber die Kassenärztliche Vereinigung und die Politik dürfen sich auf den Lorbeeren jetzt nicht ausruhen. Das veraltete Konzept der Bedarfszahlen, laut dem die Region überversorgt ist, muss überarbeitet werden. Und Lösungen müssen her, wie auch der ländliche Raum wieder für junge Ärzte attraktiver wird.

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