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„Es ist etwas total anderes“

Dynamo-Torwart Markus Schubert spricht über seine Erlebnisse im Training mit der Nationalelf.

© Robert Michael

Der zweite Test fiel aus für Markus Schubert. Statt des Dynamo Torwarts stand am Mittwochvormittag Manuel Neuer im Tor der U 20-Auswahl – und ließ sich beim internen Test gegen die Nationalelf nur von Thomas Müller per Elfmeter und Julian Draxler überwinden. Für die SZ berichtet Schubert von seinen Erfahrungen im Trainingslager mit dem Weltmeister.

Markus, wie war es für Sie, mit Deutschland gegen Deutschland zu spielen?

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Es ist für uns alle in der U 20 eine Ehre, dass wir ein Teil der WM-Vorbereitung sein können und definitiv etwas Besonderes, mit Spielern auf dem Rasen zu stehen, die schon eine Weltmeisterschaft oder die Champions League gewonnen haben. Speziell Marc-André ter Stegen und sein Torwartspiel finde ich sehr interessant, insofern ist es eine super Sache für mich, hier dabei gewesen zu sein und die Nationalspieler mal kennenzulernen. Das zweite Spiel habe ich genutzt, um Manuel Neuer genau zu beobachten und etwas zu lernen.

Was konnten Sie sich abschauen?

Zum Beispiel die Ruhe, bevor der Schuss kommt. Sie spekulieren nicht, sondern warten extrem lange ab und reagieren dann blitzschnell. Auch ihre Präsenz ist sehr beachtlich, und sie strahlen eine große Sicherheit auf ihre Mitspieler aus. Das sind spannende Erfahrungen, die ich versuche, in die neue Saison mitzunehmen. Es ist etwas total anderes, mit den Nationalspielern tatsächlich auf dem Platz zu stehen, als sie im Fernsehen zu beobachten – dann spürt man noch mal mehr, wie hoch das Niveau ist.

Was nehmen Sie für sich konkret mit?

Es waren auf jeden Fall richtig gute Erfahrungswerte. Zudem war das Trainingslager ein toller Saisonabschluss für die U 20, in der ich weitere Länderspiele gemacht habe und mich erneut auf internationalem Niveau beweisen konnte. Da mit Stefan Kuntz auch der U 21-Trainer bei dem aktuellen Lehrgang dabei war, konnte ich mich auch ihm zeigen, denn die U 21 ist eines meiner nächsten Ziele.

Wann werden Sie der Nachfolger von Manuel Neuer?

Im Fußball kann es einerseits richtig gut laufen, andererseits kann man auch mal ein kleines Tief haben. Deswegen versuche ich, meinen Weg zu gehen und so gut und konstant wie möglich zu agieren. Ich freue mich, dass ich in der abgelaufenen Saison einige Zweitliga-Spiele im Tor von Dynamo absolviert habe und habe natürlich den Anspruch an mich, daran anzuknüpfen.

Wie verbringen Sie den Urlaub?

Ich werde noch ein paar Tage in der Heimat bei meiner Familie sein, danach fliege ich mit meinen besten Freunden weg.

Die Fragen stellte Sven Geisler.