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Es kracht im Gebälk des Geldwesens

Carsten Heine aus Großenhain schreibt zum Thema Banken:

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Panik an den Börsen ! WestLB fehlen zwei Milliarden ! SachsenLB am Ende !“ – solche Schlagzeilen lesen wir immer häufiger. Das Gebälk des Geldwesens knirscht immer lauter. Die Zinsbombe tickt, und das stille Rauschen auflaufender Zinsen ist für einige wenige ein süßer Ton, der Bereicherung durch Nichtstun bedeutet. Für andere, für die übergroße Mehrheit hingegen, ist dieses Geräusch das Zeichen des Ausplünderns ihres Besitzes. Und das Schlimme: Kaum einer weiß es oder ahnt es. Man freut sich über fünf Prozent „Zinsgewinn“ und merkt nicht, wie einem durch die Zinsen die Preise auf 130 bis 250 Prozent des Möglichen weg galoppieren. Nur bei großem, nicht mehr zu verheimlichendem Krachen im Finanzgebälk kommt uns still die Ahnung – hier stimmt was nicht! Richtig. In diesem System des Geldwesen stimmt was nicht. Ein Geld, welches „bedient“ werden muss, statt zu „dienen“ produziert o.g. Schlagzeilen, mal laut, mal leise. Aber schon seit dem alten Griechen Diogenes, aber spätestens seit Silvio Gesells „Natürlicher Wirtschaftsordnung“ gibt es die Alternativen dazu : Geld, welches gezwungen wird, sich anzubieten. In verschiedenen Vorträgen wurde das in Großenhain mehrfach thematisiert. Allerdings wird es leider noch vieler und größerer Schlagzeilen brauchen, bis den Menschen bewusst wird, dass sie den falschen Götzen angebetet haben.

Leserbriefe geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.