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Es sieht schlimm aus

Gabriela Lachnit kommentiert die Folgen der Trockenheit in der Region.

Der für diesen Mittwoch angekündigte Regen ist kein Trost. Weder für Hobbygärtner noch für Landwirte. Das Nass kommt viel zu spät und nicht in genügender Menge, als dass es ein Segen sein und noch etwas retten könnte. Es sieht schlimm aus auf den Feldern zwischen Oppach und Zittau. Sehr schlimm sogar. Getreide ist notgereift, die Körner in den Ähren sind maximal halb so groß wie sonst. Der Mais gedeiht schlecht und setzt keine Kolben an. Sein Nährwert bleibt gering. Grünland wächst nicht.

Bis zu 50 Prozent Ernteausfälle erwarten Landwirte in der Region. Den Tieren in den Ställen geht das Futter aus. Wohl der Agrargenossenschaft, die noch Reserven aus den Vorjahren hat. Neue Vorräte können Bauern nicht anlegen, es wächst ja nichts. Es bleibt die vage Hoffnung, auf den abgeernteten Feldern Grünzeug als Zwischenfrucht anzubauen, das durch baldigen Regen noch wächst, um die Tiere über den Sommer zu bringen. Die Bauern hoffen auf die Unterstützung aus dem Freistaat. Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Angekündigt sind finanzielle Hilfen, auch Finanzämter sagen Unterstützung zu. Ob das ausreichen wird, um Landwirtschaftsbetriebe vor dem Aus zu retten, ist offen. Was der nächste Sommer bringt, weiß niemand. Sicher ist jedoch: Der Klimawandel ist da.

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