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Hoyerswerda

„Es war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr.“

Hoyerswerdas SWH-Gruppe liegen jetzt alle Geschäftszahlen für 2018 vor.

Anlass zur Freude über die aktuellen Geschäftszahlen sehen Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Stefan Skora, Geschäftsführer Falk Brandt und die kaufmännische Leiterin Anke Preuß.
Anlass zur Freude über die aktuellen Geschäftszahlen sehen Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Stefan Skora, Geschäftsführer Falk Brandt und die kaufmännische Leiterin Anke Preuß. © Gernot Menzel

Hoyerswerda. Morgens mit sauberem Trinkwasser Kaffee kochen, vormittags in der Sauna schwitzen, abends gepflegt ins Sinfoniekonzert. „Ohne die SWH-Gruppe hätten wir nicht die Lebensqualität, die wir haben“, sagt Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU), gleichzeitig Chef des Aufsichtsrates der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda. Die SWH haben gestern das Geschäftsjahr 2018 bilanziert. „Es war wieder ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagt Geschäftsführer Falk Brandt mit Blick auf die Gruppe und ihre Töchter.

Versorgungsbetriebe VBH

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Richtig gutes VBH-Wetter gab es 2018 nicht. So wurden weniger Gas und weniger Fernwärme verkauft, dafür aber mehr Strom – obwohl sich inzwischen sage und schreibe 275 Anbieter im VBH-Netz tummeln. „Die Strompreissenkung zum 1. Januar 2018 und die Beibehaltung des Gaspreises im Tarifkundenbereich führten zur Stabilisierung der Kundenzahl“, sagt die kaufmännische Leiterin der SWH, Anke Preuß. Die VBH trennten sich zudem mit dem Jahreswechsel 2018/19 von ihrer Tochter Integra, die sich in Kühnicht um die Pilzzucht kümmert. Die Produktion übernommen hat eine neue Tochtergesellschaft der Lausitzer Werkstätten gGmbH.

Ergebnis 2018: + 6,7 Millionen Euro

Integra

Zwar stieg der Pilzabsatz von rund 50.700 auf 52.200 Kilogramm an. Aber: Es gab Ärger mit dem Zucht-Substrat eines Herstellers aus den Niederlanden. Zudem gab es vor dem Verkauf außerplanmäßige Abschreibungen. Auch das wirkte sich negativ aus.

Ergebnis 2018: - 306.000 Euro

Verkehrsgesellschaft VGH

Im achten Jahr in Folge schrieb das Unternehmen jetzt schwarze Zahlen und konnte so innerhalb des SWH-Verbundes einzahlen. Sehr wahrscheinlich ist es damit aber nun vorbei. Denn 41 % der gefahrenen Nutzwagenkilometer fielen 2018 im Zusammenhang mit dem Schienenersatzverkehr auf der Strecke nach Görlitz an – und dort fahren nun seit Dezember wieder die Züge der Odeg. Die Zahlungen für die Sonderleistung konnten 2018 sowohl gestiegene Kraftstoffkosten wie auch gestiegene Lohnkosten wettmachen. Insgesamt beförderte die VHG voriges Jahr knapp 1,3 Millionen Fahrgäste. Das sind etwa genauso viele wie im Jahr 2017

Ergebnis 2018: + 234.000 Euro

Lausitzbad GmbH

Rund 173.000 Menschen tummelten sich 2018 in Bad und Sauna – etwa 16.000 weniger als im Jahr davor. Im heißen Sommer zog es die Erholungssuchenenden wohl eher an die Seen oder unter Schatten spendende Bäume in den Kleingärten. Laut Falk Brandt versucht man, mit einer fortlaufenden Angebotserweiterung zu reagieren, sprich mehr Kurse und Veranstaltungen anzubieten. Finanziell geholfen hat das neue Blockheizkraftwerk neben dem Gebäude. Wie es hieß, seien dadurch die Kosten für Strom und Wärme erheblich gesunken. Generell soll das Bad in den nächsten Jahren noch attraktiver werden. Geplant sind Investitionen in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro.

Ergebnis 2018: - 462.000 Euro

Lausitzhalle GmbH

„Man muss den Spagat zwischen Kultur und Wirtschaft hinbekommen“, sagt Falk Brandt. Einerseits ist das Unternehmen durch neue Spielstätten etwas flexibler. Andererseits versucht es, sich als Dienstleister für Veranstaltungstechnik am Markt zu etablieren. 2018 wurden gut 65.000 Besucher gezählt. Das waren ungefähr 1 700 weniger als im Jahr davor.

Ergebnis 2018: - 975.000 Euro

Breitband Hoyerswerda GmbH

Im November hat der Stadtrat zugestimmt, dass die SWH die Schulze Breitbandkommunikationsgesellschaft kaufen darf. Das Ziel: Unter dem Dach der Gruppe in der ganzen Glasfaserkabel für schnelle Datenverbindungen zu verlegen. Erste Etappe sind dieses Jahr Investitionen in Höhe von 700.000 Euro ins unter dem Namen Kabelmax vermarktete Grundnetz. Anschließen soll sich der bedarfsgerechte Ausbau. Vor ein paar Tagen ist die Umfirmierung passiert und die BBH steht im Handelsregister.

Ergebnis 2018: noch nicht Sache der SWH

SWH GmbH

Bei der Dachgesellschaft sind 22 Mitarbeiter tätig. Sie steuern und kontrollieren nicht nur die Töchter, sondern kümmern sich auch um Vermietung – etwa im SWH-Haus an der Bautzener Allee oder verwalten die Beteiligungen, etwa jene an der Verbundnetz Gas AG oder der kommunalen Beteiligungsgesellschaft KBE, die Anteile am Stromversorger enviaM hält. Ausschüttungen in Höhe von 477.000 Euro schlagen im vorigen Jahr zu Buche. „Wir sind eine Managementholding“, sagt Falk Brandt. Für die folgenden Geschäftsjahre erwarte man weiterhin positive Jahresergebnisse.

Konzern-Ergebnis 2018: + 3,9 Millionen Euro

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