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Es wird ernst für die Turnhalle

Der Arnsdorfer Gemeinderat hat weitere Leistungen für einen Ersatzneubau an der Stolpener Straße vergeben.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

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Arnsdorf. Wenn man sich im Landkreis Bautzen umblickt, gibt es immer mehr neue und moderne Turnhallen. Oder sie befinden sich gerade in der Entstehung. Wie zum Beispiel in Ottendorf-Okrilla. Mit dem neuen Schuljahr soll hier eine schmucke Zweifeldhalle für den Sportunterricht und die Vereine eröffnet werden. Und auch im Radeberger Ortsteil Großerkmannsdorf kommen die Umbaumaßnahmen der Turnhalle stetig voran.

Mittlerweile ist auch die Arnsdorfer Verwaltung rund um Bürgermeisterin Martina Angermann fleißig dabei, die alte Sporthalle neben der Grundschule, die nur mit zwei stark zugedrückten Augen überhaupt noch genutzt werden darf, endlich zu ersetzen. Und bei diesem Vorhaben hat die Gemeinde Arnsdorf nun eine weitere Stufe erklommen und vergangene Woche die nächsten Leistungen vergeben. Denn die ersten Arbeitsschritte – von der Grundlagenermittlung über die Kostenschätzung bis hin zur Entwurfsplanung – sind bereits erledigt. Dabei handelt es sich um die ersten drei Leistungsphasen der sogenannten Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI). Allerdings musste die Gemeinde Arnsdorf mit dem Planungsbüro Iproplan zwischendurch umdenken. Denn ursprünglich war es angedacht, den Ersatzneubau an der Stelle zu errichten, wo der vordere Riegel der Plattenbauschule (Richtung Stolpener Straße) steht. Dieser sollte eigentlich abgerissen werden. Doch die aus allen Nähten platzende Grundschule, die überfüllten Kindertageseinrichtungen und das damit verbundene Vorhaben, den Hort in die Plattenbauschule auszugliedern, führten zu der Entscheidung, beide Riegel der ehemaligen Plattenbauschule zu behalten. Der Platz werde künftig gebraucht. Vor allem nun, wo die Überlegung im Raum steht, in Arnsdorf wieder eine Oberschule zu eröffnen.

Verträge sind bereits geschlossen

Sprich: Die neue Sporthalle muss an einem anderen Fleckchen entstehen – und zwar hinter der Plattenbauschule. Darauf haben sich alle Beteiligten geeinigt. Die nächsten Leistungsphasen können nun also beginnen. Dabei handelt es sich nach der HOAI um die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie erste Vorbereitungen für die Ausschreibung der Bauleistungen selbst. Mit diesen Aufgaben hat der Gemeinderat für die Objektplanung und die Tragwerksplanung ebenfalls das Chemnitzer Büro Iproplan beauftragt. Für die technische Ausrüstung der Halle wird hingegen das Dresdner Büro Günther Architekten verantwortlich sein, für die elektrischen Anlagen das Büro Steinigeweg aus Hoyerswerda.

Alle beteiligten Planungsbüros haben sich bereits um die vorangegangenen Leistungsphasen gekümmert. Die Verträge dazu hat der Gemeinderat vor knapp einem Jahr, am 20. Februar 2017, festgezurrt. Die jeweiligen Beschlüsse haben allerdings von vornherein eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Deshalb ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung lediglich darum, die Fachleute mit den nächsten Arbeitsschritten formell an den Start gehen zu lassen. In den noch verbliebenen Leitungsphasen sieben bis neun dreht sich dann übrigens alles um die Vergabe der Bauleistungen sowie die Objektbetreuung.