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Es wurde Licht in der Gartenstraße

Die Stadt hat ein weiteres Stück Gehweg sanieren lassen und dabei auch neun futuristisch aussehende Laternen aufgestellt.

Den Anwohnern der Gartenstraße geht seit dem 6. August wieder ein Licht auf – und das viel kostensparender.
Den Anwohnern der Gartenstraße geht seit dem 6. August wieder ein Licht auf – und das viel kostensparender. © Claudia Hübschmann

Meißen. Fast wie eine einzelne dunkle Schwimmflosse, die jemand ausgerechnet auf der Spitze eines hohen, silbernen Masts abgelegt hat, sehen sie aus, zumindest auf den ersten Blick. Denn die LED-Lichter an der Unterseite der vermeintlichen Flossen zeigen dann doch, dass es sich nicht etwa um einen ungewöhnlichen Scherz handelt, sondern nur um den Kopf einer modernen Straßenlaterne: Die Gartenstraße im Meißner Stadtteil Niederfähre/Vorbrücke hat eine neue Beleuchtung in Form von neun LED-Leuchten bekommen.

Und nicht nur das, auch der Gehweg wurde auf 250 Metern zwischen der Zscheilaer Straße und der August-Bebel-Straße saniert. Am Dienstagvormittag stellten Oberbürgermeister Olaf Raschke, Stadtbauamtsleiter Dirk Herr sowie Dirk Marek vom Bereich Straßen- und Tiefbau des Bauamts das neue Stück Gehweg vor.

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Nur drei Wochen habe die Sanierung hier gedauert, berichtet Herr bei dem Termin; sie wurde fristgerecht am 6. August fertig. In der Zeit sei die Straße jeweils halbseitig gesperrt worden, damit Anwohner in dem Bauabschnitt, an dem gerade nicht gearbeitet wurde, noch parken konnten. Die Gartenstraße liegt in einem beliebten und dicht bebauten Wohngebiet.

Unter den Gehweg seien bei diesem gemeinsamen Projekt mit den Stadtwerken auch bereits Leerrohre für Datenkabel verlegt worden, erklärt Raschke. So müsse die Straße später nicht noch einmal aufgerissen werden.

Niederfähre/Vorbrücke

Der Stadtteil Niederfähre wurde erstmals 1342 als „Ort an der Elbe“ urkundlich erwähnt, Vorbrücke erst 1547. Seit 1834 galten beide als Vorstadt von Meißen. 1887 schlossen sich beide Orte zusammen.

Als zum Sanierungsgebiet gehörig soll der Stadtteil in den nächsten Jahren durch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen wesentlich verbessert und umgestaltet werden.

Die Ausdehnung des Gebiets umfasst eine Fläche von knapp 36 Hektar. 

 Quelle: Stadt Meißen/Wikipedia

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Für den Oberbürgermeister ist der Termin eine gute Gelegenheit, zu beweisen, dass sich gehwegtechnisch etwas tut in Meißen. „Wir wollen weitere Fußwege begehbar bekommen“, sagt Raschke, man wolle in der Stadt Stück für Stück daran weiterarbeiten. Das Ziel von wenigstens drei Kilometern Gehwegebau im Jahr, ergänzt der Stadtbauamtsleiter, hoffe man, in diesem Jahr zu schaffen.

An der Gartenstraße wurden nach Auskunft der Stadt die Gehwegborde gerichtet und neu gesetzt sowie die neun Abläufe zur Straßenentwässerung entlang der Gehwegseite saniert. „Bei der Straßenbeleuchtung erfolgten eine Erneuerung der Kabel und der Einsatz von neun LED-Leuchten.“ Die seien auch schon anderweitig in Meißen im Einsatz, erklärt Raschke auf Nachfrage, sogar in der Altstadt, da allerdings in einer besser passenden Optik.

Finanziert wurde die Baumaßnahme aus Eigenmitteln der Stadt Meißen. Rund 85 000 Euro haben die Arbeiten insgesamt gekostet und blieben damit im veranschlagten Budget. Sie wurden vom Bauunternehmen Hey GmbH und der Firma Strübing Elektrotechnik GmbH & Co.KG – beide aus Meißen – durchgeführt.

Rund 35 000 Euro davon entfielen allein auf die neun Laternen, inklusive Kabellegung und Tiefbauanteil. „Die Betriebskosten betragen aber nur noch einen Bruchteil dessen, was man früher gezahlt hat“, sagt Raschke. Wann die Lampen übrigens angehen, das werde einheitlich von der Stadt gesteuert.

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