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Einkehr in der Heide schließt

Am Sonntag öffnet das Gasthaus zwischen Radeberg und Dresden vorerst zum letzten Mal. Warum sich die Betreiber-Familie Preisler zurückzieht.

Schickes Fachwerkhaus, gute Lage: Die Gaststätte „Einkehr an der Heidemühle“ an der Radeberger Landstraße schließt. Die jetzigen Betreiber sind aber optimistisch, dass die Küche nicht allzulange kalt bleibt.
Schickes Fachwerkhaus, gute Lage: Die Gaststätte „Einkehr an der Heidemühle“ an der Radeberger Landstraße schließt. Die jetzigen Betreiber sind aber optimistisch, dass die Küche nicht allzulange kalt bleibt. © René Meinig

Egal, ob Biker beim Wochenendausritt, Fahrradfahrer und Spaziergänger, die in der Heide unterwegs sind, oder Geschäftsleute auf der Durchreise: In der Einkehr an der Heidemühle, direkt an der Straße zwischen Radeberg und Dresden, trafen sie alle zusammen. Meist orderten sie eins der leckeren Wildgerichte, die Familie Preisler hier anbietet, oder machen es sich im gemütlichen Biergarten hinter dem Haus bequem.

Jetzt müssen sich alle Hungrigen ein anderes Wirtshaus suchen. Die „Einkehr an der Heidemühle“ hat am Sonntag, dem 12. Januar, zum letzten Mal geöffnet. „Wir gehen am Montag in den Ruhestand“, sagt Sandra Preisler. Damit schließt die Gaststätte. Wie lange das der Fall sein wird, kann die Betreiberin nicht sagen. „Wir haben uns bisher noch nicht um einen Nachfolger gekümmert. Ich bin sicher, dass es weitergeht, wann das aber sein wird, das weiß ich heute noch nicht“, sagt sie. Das Haus dürfte nicht lange geschlossen bleiben. Die Lage an der viel befahrenen Straße ist günstig. Auch von den vielen Ausflüglern, die oft auf dem großen Wanderparkplatz gleich hinter dem Haus ihr Auto abstellen, dürften einige auch künftig in der „Einkehr“ verschnaufen.

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Sanierung am Ursprung

Nur wenige Schritte entfernt liegt auf der anderen Straßenseite die eigentliche Heidemühle. Die ist allerdings derzeit von Baugerüsten umgeben. Eigentümer Joachim Bürger lässt das Haus sanieren. Schritt für Schritt, wie er sagt. Im Erdgeschoss sollen langfristig wieder Gasträume entstehen. Von dort aus könnten dann auch die großen Biergärten bedient werden. Gleich nebenan liegt die urige Kaminbaude. Ein Ehepaar aus dem polnischen Riesengebirge hat hier im Frühjahr 2019 den Betrieb übernommen. Freitags bis sonntags und an Feiertagen werden Speisen und Getränke angeboten. In der warmen Jahreszeit ist auch ein großer Biergarten geöffnet. Joachim Bürger hatte das Gelände an der Radeberger Landstraße vor knapp 20 Jahren gekauft und Stück für Stück auf Vordermann gebracht. Entstanden ist eine Ferienanlage mit einem mittelalterlich anmutenden Hauptgebäude, dem Wohnhaus des Heidemüllers.

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Die Mauern sind aus Naturstein, das Fachwerk wurde aufgearbeitet, ein Türmchen schmückt das Haus. Im ehemaligen Müller-Wohnhaus sind mehrere Ferienwohnungen untergebracht. Weitere Feriengäste wohnen in einem Nebengebäude, ebenfalls wieder denkmalgerecht saniert mit dem typischen Fachwerk. Nicht in das Ensemble passt jedoch das wohl größte Haus in dem Ensemble. Hier sind die Fensterscheiben noch blind, und die Farbe blättert ab. „Darin war zu DDR-Zeiten ein Ferienheim untergebracht“, sagt Joachim Bürger. Den Charme hat es noch heute. Der Eigentümer ist zuversichtlich, es mit einigen Umbauarbeiten integrieren zu können. „Da müsste die Fassade verändert werden und auch die Fenster können so nicht bleiben.“ Das Konzept für dieses Gebäude ist noch offen.

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