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Europa-Feier noch planlos

Noch immer sind keine Entscheidungen über die Dimension der EU-Feier in Zittau gefallen. Allerdings wird fieberhaft auf allen Kanälen versucht, die zentralen Veranstaltungen Deutschlands, Polens und Tschechiens ins Dreiländereck bei Zittau zu holen.

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Von Sebastian Beutler

Die Spannung wächst mit jedem Tag. Bis Ende Oktober soll dem Zittauer Rathaus jenes Schreiben auf den Tisch flattern, in dem das Berliner EU-Büro Ja oder Nein zum Zittauer Fördermittelantrag sagt. Geht es nach der Stadt und dem Landkreis, wird die gesamte Region mit Hilfe dieser Gelder die Erweiterung der EU am 1. Mai nächsten Jahres groß feiern.

Noch immer liegt aber eine gewisse Unsicherheit über allen Plänen, denn sowohl die EU als auch die deutsche Bundesregierung haben sich noch nicht entschieden, wie sie dieses Ereignis begehen werden. „Wir arbeiten heftig mit der EU und der Sächsischen Staatskanzlei daran“, hieß es im Bundespresseamt gegenüber der SZ. Fest steht aber wohl, dass zum 1. Mai auch vom Bund eine „Aktion im Dreiländereck“ stattfindet. „Aber konkrete Festlegungen gibt es noch nicht.“ Vielleicht steht ein wenig mehr fest, wenn sich am 3. November alle Beteiligten in Berlin getroffen haben. Dieser Termin wurde gestern bekannt. Auch die Sächsische Staatskanzlei bestätigte gestern nochmals „Zittau als Hauptort“. „Für Programmdetails ist es aber noch zu früh“, sagte eine Sprecherin.

Die EU-Erweiterung und wie sie in der Region begangen wird, war auch das Hauptthema der trilateralen Arbeitsgruppe Zittau-Hradek-Bogatynia, die sich gestern traf. Auch der Chef des Bezirkes Liberec, die Euroregion, die Staatskanzlei und der Kreis saßen mit am Tisch, berichtete Zittaus Hauptamtsleiter Thomas Mauermann. „Wir sind daran, die zentralen Veranstaltungen aller drei Länder in die Region zu holen“, sagte Mauermann. „Es deuten sich da gute Dinge an, jetzt müssen sie nur geschmiedet werden.“

Die Zittauer haben diverse Vorschläge unterbreitet, wie das Ereignis gefeiert wird. Sie reichen von einem großen Lichtspektakel über Traditionsfeuer, Dreiländerfest in Hradek, ökumenischer Gottesdienst bis hin zu Zeppelinflug und Straßentheater. Aber alles hängt am lieben Geld. Und genau darüber gibt es vor Ende Oktober keine Sicherheit.