merken
PLUS Bautzen

Königswartha: Überraschung beim Straßenbau

Seit Jahren will die Gemeinde die marode Zufahrt zum Gewerbegebiet erneuern. Die Vorbereitung gestaltete sich schwierig. Doch nun ist sogar mehr drin als geplant.

Schlechtes Wetter, gute Botschaft: Bürgermeister Swen Nowotny freut sich, dass der Gemeinderat von Königswartha die Sanierung der Eutricher Straße für 1,2 Millionen Euro beschlossen hat.
Schlechtes Wetter, gute Botschaft: Bürgermeister Swen Nowotny freut sich, dass der Gemeinderat von Königswartha die Sanierung der Eutricher Straße für 1,2 Millionen Euro beschlossen hat. © SZ/Uwe Soeder

Königswartha. Für 1,2 Millionen Euro will die Gemeinde Königswartha in diesem und dem kommenden Jahr die Eutricher Straße umfassend erneuern. Die Zufahrt, die zum Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik führt, auf deren Fläche das Königswarthaer Gewerbegebiet entstand, wurde seit ihrem Bau zu DDR-Zeiten nicht mehr erneuert. Das merkt man ihr an: Das Pflaster ist an vielen Stellen uneben. Tiefe Schlaglöcher wurden notdürftig geflickt. Die Straßenbeläge wechseln.

Als in der jüngsten Sitzung alle 13 Gemeinderäte die Hand für die Sanierung hoben, klang ein wenig Stolz in den Worten von Bürgermeister Swen Nowotny (CDU): "Ich bin jetzt seit fünf Jahren Bürgermeister. Eine solch große Investition hatte ich noch nie zu beschließen."

Anzeige
Abwrackprämie für Ihren "Alten"
Abwrackprämie für Ihren "Alten"

Die Autogalerie Dresden hat sich ein besonderes Angebot ausgedacht: 5.000 Euro Umtauschprämie.

Die Gemeinde hat die Straße seit mehreren Jahren im Blick, rechnete für die Sanierung mit Kosten in Höhe von etwa 800.000 Euro. Dann förderten Probebohrungen Überraschendes zutage: "Der Boden ist mit Kupfer belastet", sagt Nowotny. Die Kosten für dessen Entsorgung wurden auf etwa 400.000 Euro geschätzt. Das Gesamtvolumen des Vorhabens stieg auf 1,2 Millionen Euro.

Das alte Pflaster auf der Eutricher Straße ist uneben, Schlaglöcher sind notdürftig geflickt.
Das alte Pflaster auf der Eutricher Straße ist uneben, Schlaglöcher sind notdürftig geflickt. © SZ/Uwe Soeder

Auf dieser Grundlage warb die Gemeinde Fördermittel in Höhe von 85 Prozent ein. Doch nun folgte die nächste Überraschung: Die Angebote unterschritten diese Kosten gehörig. Die günstigste Kalkulation für die Vorbereitung der Baustelle, den eigentlichen Straßenbau und die Verlegung von Wasserleitungen belief sich auf gerade einmal 653.500 Euro.

"Das Vorhaben ist lukrativ, und offenbar suchen Tiefbaufirmen nach Aufträgen", vermutet Swen Nowotny. An dem geplanten Auftragsvolumen von 1,2 Millionen Euro hält er trotzdem fest. Das wird eine knifflige Aufgabe, denn sollten sich während des Baus nicht doch Mehrkosten ergeben, will Nowotny von dem bewilligten Geld gern weitere Straßen im Gewerbegebiet sanieren. 

"Ich möchte ungern Fördermittel zurückgeben", so Nowotny, der die Planungsfirma zur Wachsamkeit aufrief: Sollte sich während der Bauarbeiten herausstellen, dass die tatsächlichen Kosten weitere Sanierungsmaßnahmen zulassen, will die Gemeinde reagieren. Um sicherzustellen, dass dieses Vorgehen rechtmäßig ist, sei die Fördermittelstelle kontaktiert worden.

Starten sollen die Bauarbeiten unter halbseitiger Sperrung der Straße in diesem August. Ausgebaut wird ein etwa 500 Meter langer Abschnitt bis zur Straße Am Wasserwerk. Der Sandschottergrund auf dem anschließenden Teil wird ausgetauscht, der Waldweg mit Pollern für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Weiterführende Artikel

Neues Licht im Gewerbegebiet

Neues Licht im Gewerbegebiet

Dank eines Förderprogramms gibt es nun in Königswartha neue LED-Leuchten. In kleinen Schritten werden weitere Vorhaben umgesetzt.

Mit dem kostenlosen Newsletter „Bautzen kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Bautzen