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Evonik sucht Käufer für Kamenzer Batteriefabrik

Kamenz. Noch vor vier Monaten hat der Chemiekonzern Evonik sich zum Standort Kamenz bekannt, als es Trennungsgerüchte gab. Doch nun will der Degussa-Nachfolger mit Sitz in Essen doch seine sächsische Fabrik für Elektroauto-Batterien loswerden.

Kamenz. Noch vor vier Monaten hat der Chemiekonzern Evonik sich zum Standort Kamenz bekannt, als es Trennungsgerüchte gab. Doch nun will der Degussa-Nachfolger mit Sitz in Essen doch seine sächsische Fabrik für Elektroauto-Batterien loswerden. Im jüngsten Quartalsbericht steht ein knapper Hinweis auf „das Lithium-Ionen-Geschäft, das verkauft werden soll“.

Evonik besitzt 50,1 Prozent der Anteile an dem Kamenzer Unternehmen Li-Tec. Der etwas kleinere Teil gehört Daimler. Rund 1 000 Menschen arbeiten in Kamenz für Li-Tec, Evonik-Litarion und Deutsche Accumotive. Evonik-Sprecherin Alexandra Boy sagte der Sächsischen Zeitung auf Nachfrage, das Gemeinschaftsunternehmen habe Pionierarbeit für die „weltweit beste Lithium-Ionen-Batterie“ geleistet. Doch für einen wirtschaftlichen Erfolg zähle „nicht allein die beste Qualität, sondern auch der beste Preis“. Dazu sei eine Serienfertigung in großem Maßstab nötig. Ein typischer Lieferant für Automobilfabriken solle die Anteile übernehmen, am besten aus der Batterie- und Elektronikbranche.

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Evonik will „in den kommenden Monaten“ einen Käufer finden. Bisher hatten Evonik und Daimler davon gesprochen, das Batteriegeschäft „auf eine breitere Basis“ zu stellen und Firmen zu beteiligen. (SZ)