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Ex-Döbelner wegen Mordes angeklagt

Seit April sitzt Edris Z. in Leipzig in Untersuchungshaft. Jetzt muss er sich wegen der Tötung einer Frau verantworten.

Edris Z. ist in Döbeln aufgewachsen und jetzt in Leipzig wegen Mordes angeklagt.
Edris Z. ist in Döbeln aufgewachsen und jetzt in Leipzig wegen Mordes angeklagt. © Archiv/Dietmar Thomas

Leipzig/Döbeln. Er kam als Sechsjähriger nach Deutschland. Edris Z. war mit seiner Familie aus Afghanistan geflüchtet. Er lebte in Leisnig und Döbeln, bevor er nach Leipzig zog. Der junge Mann galt als Vorzeigeflüchtling. Er integrierte sich schnell und nutzte die Bildungschanchen.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den 31-jährigen Mann vor dem Schwurgericht des Landgerichts Leipzig Anklage wegen des Tatvorwurfs des Mordes erhoben.

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Heimtückische Tat aus niederen Beweggründen

Ihm wird zur Last gelegt, am 8. April auf einem Waldweg im Leipziger Auwald seine frühere Lebensgefährtin angegriffen und mit einem Schlaggegenstand so schwer am Kopf verletzt zu haben, dass die 37-Jährige am 10. April ihren Verletzungen erlag. Die Frau hatte erst zwei Monate zuvor eine Tochter zur Welt gebracht. Bereits kurz nach der Tat hatte es aus dem Umfeld des Opfers Hinweise gegeben, dass der Afghane möglicherweise der Angreifer war.

„Aufgrund des mutmaßlichen Tatablaufs und der im Rahmen der Ermittlungen zutage getretenen möglichen Hintergründe und Motive geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte die Mordmerkmale der Heimtücke und der niederen Beweggründe erfüllt hat“, erklärt Ricardo Schulz, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig.

Der Angeschuldigte schweigt

Edris Z. habe während der Ermittlungen von seinem Recht Gebrauch gemacht, sich gegenüber den Ermittlungsbehörden nicht zu dem gegen ihn erhobenen Tatvorwurf zu äußern. Weitere Einzelheiten teilt die Staatsanwaltschaft nicht mit, um nicht in unzulässiger Weise der Hauptverhandlung und Beweisaufnahme vorzugreifen.

Der 31-Jährige befindet sich seit seiner Festnahme am 9. April zunächst wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten und dann nach dem Tod seines Opfers wegen des dringenden Tatverdachts des vollendeten Mordes in Untersuchungshaft.

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