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Dynamo-Legende Stübner gestorben

Er machte 47 Länderspiele für die DDR, gehörte zu den Idolen einer Fußball-Generation. Jetzt ist Jörg Stübner im Alter von 53 Jahren gestorben. 

Jörg Stübner
Jörg Stübner © Robert Michael

Mit 18 Jahren Pokalsieger und Vizemeister, mit 19 Auswahlspieler. Die Karriere von Jörg Stübner ging steil bergauf. Unvergessen sind seine Auftritte in den WM-Qualifikationsspielen 1984/85 gegen den damaligen Europameister Frankreich. Stübner - mit Beinamen wie Staubsauger, Rasenmäher und Pferdelunge versehen - spielte gegen die filigranen Techniker Alain Giresse und Michel Platini, und er brachte beide zur Verzweiflung. 

Auch bei Dynamo Dresden gehörte der Stübs, wie ihn alle nannten, zu den Leistungsträgern und Publikumslieblingen, bestritt von 1983 bis 1992 insgesamt 182 Punktspiele für die Schwarz-Gelben (davon fünf Bundesliga-Partien) und 29 Europapokalspiele. Der gebürtige Freiberger wurde zweimal DDR-Meister und dreimal DDR-Pokalsieger.

Stübner bei der Meisterfeier 1989
Stübner bei der Meisterfeier 1989 © Marion Gröning

Nach der politischen Wende verschwand Stübner in den Niederungen des Fußballs, sein Privatleben geriet aus den Fugen, es gab Schlagzeilen über Alkohol, Tabletten und auch einen Suizidversuch. Doch zuletzt schien er wieder zurück im Leben zu sein, besuchte regelmäßig Dynamo-Heimspiele. Der Verein bot ihm zudem eine berufliche Perspektive an.

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Jetzt ist Stübner laut Informationen der Sächsischen Zeitung und einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Alter von 53 Jahren gestorben. Die Polizei bestätigt den Tod, äußert sich aber nicht zu Ort und Zeit. Nach Informationen der Sächsischen Zeitung ist Stübner am Montag in der Herzberger Straße von Verwandten gefunden worden. Der gerufene Notarzt hat festgestellt, es sei ein „nicht natürlicher Tod“. Das macht er, weil er den Toten als Patienten nicht kennt und die Todesursache deshalb nicht beurteilen kann - ein ganz normales Verfahren. (SZ)

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