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Existenz in der eigenen Wohnung gegründet

„LesArt“ steht auf dem Metallbuch geschrieben, das seit Sonnabend in der Rosengasse hängt. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein kleiner Laden. An drei Wänden stehen Regale voller Bücher. Alte Möbel geben dem Ganzen eine gemütliche Atmosphäre.

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Von Simon Köppl

„LesArt“ steht auf dem Metallbuch geschrieben, das seit Sonnabend in der Rosengasse hängt. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein kleiner Laden. An drei Wänden stehen Regale voller Bücher. Alte Möbel geben dem Ganzen eine gemütliche Atmosphäre. Zwei Korbsessel und ein Teetisch laden zum Verweilen ein. Das Angebot ist speziell und vielfältig. Neben Belletristik von A bis Z findet man Bücher zur Lebenshilfe, Frauenliteratur, Eine Welt Bücher, Kalender, Anthroposophisches und Kinderbücher.

Für die Kleinen steht ein Tisch am Fenster, an dem die Bilderbücher schon mal angeschaut werden dürfen. Die Inhaberin Astrid Rathgens ist gut vorbereitet. Der Weg zum Buchladen war jedoch nicht immer einfach. Vor einem Jahr beschloss die Altenpflegerin, ihren Beruf auf zugeben und sich der Literatur zu widmen. „Ich war erschöpft und ausgelaugt“, erinnert sie sich. Bei der Suche nach einer anderen Tätigkeit erinnerte sich Astrid Rathgens an die „vier schönsten Berufsjahre meines Lebens“ in der Herder Buchhandlung in Göttingen.

Zuerst stand die Frage nach einem schönen Ort für den Buchladen. Mangels Kredit waren die Läden im Hohlweg nicht erschwinglich. So entschloss sie sich, ein Zimmer ihrer Wohnung zu opfern, um dort den Laden einzurichten. Letztendlich ist die Buchhändlerin ganz froh über die Entscheidung: „So habe ich alles in einem Punkt und muss nicht ständig zwischen Laden und Wohnung hin und her rasen.“ Auch CD werden im „LesArt“ angeboten. Der Schwerpunkt liegt bei klassischer und romantischer Musik.