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Experten für Rasenmäher

Multikon ist seit zwei Wochen im Technik-Olymp. Doch, was kommt nach all den Preisen?

Von Catharina Karlshaus

Mike Freudemann ist im Stress. Der Geschäftsführer der Großenhainer Multikon GmbH läuft zwischen klingelnden Telefonen und mehreren Terminen hin und her. „Wir haben momentan schon ganz schön viel zu tun“, sagt der 40-Jährige entschuldigend und zeigt auf den vollen Kalender und zahlreiche schriftliche Anfragen. Jene, die vor fünf Minuten gerade auf seinem Schreibtisch landete, kommt von einem Unternehmen aus dem Raum München. Seit der Verleihung des Bayerischen Staatspreises im März seien bereits einige der gelben Rasenflitzer nach Süddeutschland verkauft worden.

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Ein wirtschaftlicher Aufschwung, den die Multikon GmbH nun umso mehr erfährt, nachdem sie gewissermaßen im Technik-Olymp angekommen ist. Anfang des Monats wurde ihr Mäher in Bonn in der Kategorie Gartentechnik mit vier Gütesiegeln ausgezeichnet. Mit einer internationalen und unabhängigen Fachjury aus 25 Branchen, 23 Partnern und einem investierten Marketingvolumen von über 25 Millionen Euro ist der Plus X Award der weltgrößte Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle. Nicht nur dass das vielseitige sächsische Gerät im Rahmen der Preisverleihung im Deutschen Bundestag für seine Innovation und High Quality prämiert worden ist. Der Großenhainer – und damit auch sein Erfinder Konrad Freudemann – wurde darüber hinaus für den Bedienkomfort und die Funktionalität des Multikon geehrt. „Letztlich durften wir uns über einen Sieg in der Gesamtkategorie Gartentechnik freuen und damit über die Auszeichnung bestes Produkt des Jahres 2014. Für die Vermarktung unseres Rasenmähers natürlich ein absoluter Glückstreffer“, freut sich Mike Freudemann.

Denn abgesehen davon, dass die Röderstädter damit solch namhafte Mitbewerber wie Black & Decker abgehängt haben, wollen sie nun den Achtungserfolg entsprechend nutzen. So sollen die 40 noch im Lager befindlichen Geräte – mit ihm kann der Nutzer Mulchen, Kehren, Schneeschieben oder Schneiden – bis zum Jahresende verkauft werden. Die Produktion solle erhöht und die damit verbundenen Preisvorteile an die Kunden weitergegeben werden. „Gegenwärtig kostet der Multikon ja noch über 2000 Euro. Wir wollen ihn nun günstiger anbieten und uns auf diese Weise auch bei all jenen bedanken, die den Erfolg möglich gemacht haben.“

Darüber hinaus wolle man an diesem Punkt natürlich jetzt auch nicht stehenbleiben. Ein Maschinenbaustudent werde das zurzeit acht Mann starke Team auf der Dresdner Straße verstärken. Nicht ohne Grund, der Multikon soll bald um eine weitere Zusatzmaschine ergänzt werden – den Häcksler.

Dass er es durch diese besondere Art von Vielfältigkeit in die Regale von Gartenbaumärkten schaffen wird, bezweifelt Mike Freudemann allerdings. Die Erfahrungen der letzten Monate und der Austausch von gleichwertigen Anbietern auf Fachmessen haben gezeigt, dass die Direktvermarktung eines solchen hochwertigen Produktes immer noch die beste Variante sei. Bevor jedoch das Gerät mit möglicherweise neuen Funktionen auf den Markt kommt, präsentiert sich der jetzige Erfolgsgarant in den kommenden Wochen erst einmal auf einigen Veranstaltungen. Die Wichtigste – neben dem Tag der Sachsen am ersten Septemberwochenende als Heimspiel – sicherlich dabei: die Fachmesse für Gartengeräte in Nürnberg. Dort wird sich die Firma wie bereits im vergangenen Jahr wieder am Stand des sächsischen Wirtschaftsministeriums präsentieren.