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Fährmann holt nicht über

Pirna muss die nächsten Wochen auf die Elbfähre verzichten. Die hilft in anderen Orten aus. Und es gibt ja Alternativen.

Das Stop betrifft auch den Fährverkehr ab nächste Woche in Pirna.
Das Stop betrifft auch den Fährverkehr ab nächste Woche in Pirna. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ab 17. August wird es hart für die, die die Pirnaer Fähre zwischen Altstadt und Copitz gewohnt sind. Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stellt den Betrieb für einige Wochen ein. 

Ein Schild informiert die Fährgäste. Es ist von turnusmäßigen technischen Überprüfungen die Rede. Einen Termin für die Wiederinbetriebnahme gibt  es nicht. Ob es also einen Monat oder ein halbes Jahr dauert, ist offen. "So lange nicht", sagt Solveig Großer, Sprecherin des Regionalverkehrs. Und warum gibt es keinen Terminplan und keinen Ersatz? 

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Pirnas Alternative: Brücke

Die Fragen sind heikel. Ersatz gibt es nicht, weil Pirnas Schiff  selbst der Ersatz ist. Nämlich für die anderen Fähren. Wenn zum Beispiel das Wehlener Schiff überprüft wird, fährt die Pirnaer Fähre dort. Die Begründung ist einleuchtend: In Pirna gibt es mit der Stadtbrücke eine Alternative, um über die Elbe zu kommen. 

Der Ersatz-Auftrag für die Pirnaer Fähre ist auch die  Erklärung für die unbestimmte Zeit des Wegfalls in Pirna. Es ist nicht absehbar, welche Schäden bei den einzelnen Fähren auftauchen und wie lange demzufolge die Überprüfung bzw. Reparatur dauert. Die Pirnaer Fähre ist dann die letzte, die im Plan steht. "Das wird hintereinanderweg und so schnell wie möglich gemacht", sagt Solveig Großer. 

Busse und Beine statt Fähre

Der Fährersatz sind die Busse zwischen dem Busbahnhof und Copitz. Zwischen beiden Stationen verkehren die Buslinien G/L, 226, 234, 237, 238. Und schließlich kann man auch noch über die Brücke laufen. 

Die Stadt Pirna hat von dem Ausfall der Fähre am Mittwoch erfahren. Schön ist es freilich nicht, aber: „Die Sicherheit der Fahrgäste geht in jedem Falle vor", sagt Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (Freie Wähler). Er wirbt deshalb um Verständnis  und hofft auf eine zügige Überprüfung der Technik.

Vor zwei Jahren war die Pirnaer Fähre schon einmal länger ausgefallen. Damals hatte ein schwierig zu reparierender Defekt das Schiff lahmgelegt. Ersatz gab es damals auch nicht, denn das Ersatzschiff war schon anderweitig im Einsatz. 

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