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„Fähren gehören zum ÖPNV“

Die Finanzierung der Elbfähren ist noch immer unklar. Auf sie verzichten will auch der Nünchritzer Bürgermeister nicht.

Der Personenfähre zwischen Niederlommatzsch und Seußlitz droht ein zweimonatiger Ausfall wegen der turnusmäßigen Revision (SZ berichtet gestern). Und wie es überhaupt mit dem Schiff weitergeht, ist noch ungewiss, weil der Vertrag zwischen Diera-Zehren, dem Landkreis und der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) Ende 2015 ausläuft, heißt es aus Diera-Zehren.

Nünchritz’ Bürgermeister Gerd Barthold (CDU) reagierte überrascht über die Neuigkeiten aus der Nachbarkommune. Das Vorgehen sei zwar nachvollziehbar, sagte er auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung. Die Fähre sollte aber nicht gerade im Sommer ausfallen, da seiner Meinung nach vor allem Touristen das Angebot nutzen. Die Diesbar-Seußlitzer beispielsweise würden doch eher auf den Bus oder das eigene Auto zurückgreifen.

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Gerade deshalb würde er sich auch eine einheitliche Lösung für alle Fähren im Landkreis wünschen. „Für mich gehören die Fähren zum ÖPNV. Es wäre sinnvoller, sie gehen zur VGM“, sagte er. Momentan gehört die Fähre „Stolzenfels“ der Gemeinde Diera-Zehren, wird von der VGM betrieben und vom Landkreis bezuschusst. Bereits seit 2013 gibt es zudem einen Kreistagsbeschluss, der empfiehlt, dass sich auch Nünchritz beteiligen soll, Gespräche dazu fanden aber nicht statt, sagte Gerd Barthold. Und ob die Kommune das überhaupt will oder kann, ließ er offen. (SZ/ste)

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