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Falsche Schilder, echtes Bußgeld

Ein Bayer nahm die Regeln der Autozulassung in Polen nicht sehr genau. Das wurde ihm nun in Görlitz zum Verhängnis.

Von Jens-Rüdiger Schubert

Der aus dem bayerischen Landshut stammende Johann Duhmer * muss wegen eines Kennzeichenmissbrauchs 200 Euro Strafe zahlen. So hat es das Görlitzer Amtsgericht entschieden. Der 64-jährige Duhmer war aus Bayern nach Polen gezogen, um dort noch einmal geschäftlich durchzustarten, wie er sagte. Noch in Bayern meldete er sein Auto ab. Die Kennzeichen wurden aber nie abgegeben. Im Gegenteil, Duhmer meldete sie als verloren. In Polen dann besorgte sich der Bayer ein anderes Fahrzeug – und plötzlich tauchten die alten Kennzeichen wieder auf, die Johann Duhmer einfach ans neue Auto schraubte. Darüber, dass das falsch sein könnte, machte er sich keine Gedanken. Und es kam, wie es kommen musste. Der Mann fuhr nicht nur in Polen damit herum. Da er nach eigener Darstellung eine Anzeige in ganz anderer Sache bei der Polizei erstatten wollte, reiste er nach Deutschland. Den Beamten des Polizeireviers aber fiel auf, dass die Kennzeichen nicht zum Auto gehörten, zumal sie als „verloren gemeldet“ waren. Johann Duhmer kassierte dafür ein Bußgeld und ging nun dagegen in Widerspruch.

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Jetzt wurde das Verfahren vor dem Görlitzer Amtsgericht geführt. Da sich der nach Polen gezogene Bayer hier sehr einsichtig zeigte, erließ ihm der Richter zwar nicht die Strafe, reduzierte das Bußgeld zumindest aber von 300 auf 200 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

* Name von der Redaktion geändert