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Christmas Garden: Falschparker abkassiert

Christmas Garden erlebt einen Besucheransturm, alles ist zugeparkt. Selbst Busse konnten nicht mehr wenden. Jetzt wird in Dresden-Pillnitz kontrolliert.

Seit einigen Wochen erleben die PIllnitzer ein Parkchaos, das durch die Besucher vom Christmas Garden verursacht wird.ischer Zeitung
Seit einigen Wochen erleben die PIllnitzer ein Parkchaos, das durch die Besucher vom Christmas Garden verursacht wird.ischer Zeitung © René Meinig

182 Knöllchen in nur wenigen Stunden. Das ist die Bilanz des Ordnungsamtes, das am 30. Dezember in Pillnitz kontrolliert hat. Nachdem sich Anwohner massiv über die zugeparkten Straßen beschwert hatten, begannen die Kontrollen der Verkehrsüberwachung, die bis zum Veranstaltungsende am 5. Januar weitergehen sollen, sagt Stadtsprecher Karl Schuricht. 

Die Lichtshow Christmas Garden im Schlosspark zieht seit der Eröffnung Ende November Tausende Gäste, vor allem auch aus dem Umland, an. Die Veranstalter rechnen mit deutlich mehr Besuchern als im Vorjahr, als rund 100.000 Gäste kamen. 

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Das Problem: die beiden öffentlichen Parkplätze auf der Leonardo-da-Vinci-Straße und der Lohmener Straße reichen bei Weitem nicht, um die Autos der Besucher aufzunehmen. Überall auf den schmalen und teilweise steilen Pillnitzer Anliegerstraßen sind ab 16 Uhr Autofahrer im Schritttempo unterwegs auf der Suche nach einem Parkplatz. Selbst verbotene Flächen werden rigoros zum Parken genutzt. 

So konnten sowohl am 26. als auch am 29. Dezember die Busse der Linie 63 nicht mehr an ihrer Endhaltestelle am Parkplatz Lohmener Straße wenden, weil ihnen Autos die Zufahrt versperrten. Stundenweise fuhren die Busse von ca. 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr nur bis zur alten Busschleife an der Leonardo-da-Vinci-Straße.      

Doch immerhin haben viele Interessenten für den Christmas Garden auf die Hinweise auf der Webseite reagiert und sind auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen, wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) registriert haben. Generell seien die Busse nach Pillnitz während der Weihnachtsfeiertage bis jetzt sehr voll gewesen, sagt Anja Ehrhardt, die Sprecherin der  DVB. 

Das gelte auch für die Fähren von Kleinzschachwitz nach Pillnitz. "Stellenweise waren die Busse so voll, dass Passagiere nicht mehr mitfahren konnten. Das habe beide Richtungen betroffen, vor allem am vergangenen Wochenende. "Wir könnten reagieren und einen zusätzlichen Bus einsetzen, der operativ zur Verfügung steht." Aber bisher habe sich der Veranstalter nicht an die DVB gewandt. "Wir werten die Situation nach dem Veranstaltungsende von Christmas Garden am 5. Januar aus. Hier wird dringend ein Verkehrskonzept  gebraucht", schätzt die DVB-Sprecherin ein.      

Von den Pillnitzern werden die Verkehrsbetriebe dafür volle Unterstützung erhalten. Denn die kamen teilweise nicht mehr in ihre Grundstücke, weil Zufahrten und Gartentore zugeparkt  waren.  Auch die Verbindungsstraßen nach Pirna und Söbrigen waren oft schwer passierbar, weil beidseitig Autos geparkt waren und wild gewendet wurde. 

Schlösserland Sachsen, zu dem Schloss und Park Pillnitz gehören, will sich dafür einsetzen, dass es zumindest für die nächste Auflage vom Christmas Garden eine bessere Verkehrslösung gibt. "Es ist schön, dass die Lichtinstallation so viele Gäste anspricht, aber dafür müssen natürlich auch die Rahmenbedingungen stimmen", sagt Pressesprecher Uli Kretzschmar. Es seien vor allem während der Weihnachtsfeiertage und zwischen Weihnachten und Silvester viele kurzentschlossene Besucher gekommen, sagt Uwe Hansmann, der Pressesprecher des Veranstalters. Die hätten vor den Kassen länger warten müssen und ihre Autos hätten damit auch länger in Pillnitz gestanden.

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"Wir werten die Situation natürlich aus und wollen für eine kommende Saison  bessere Lösungen finden", sagt Hansmann. Dazu soll es auch Gespräche mit der Stadt und den Verkehrsbetrieben geben.  Das wünschen sich insbesondere die Pillnitzer. "Ich bitte darum, die Veranstalter zu kontaktieren um beim nächsten mal ein vernünftiges Parkplatzkonzept für solche Veranstaltungen zu haben!", schreibt Anwohnerin Katja Knop an Sächsische.de. 

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