merken
PLUS

Fans von Talern und Medaillen

In Langebrück treffen sich jeden Monat Münzsammler. In diesem Jahr haben sie viel vor.

© Archivfoto: Christian Suhrbier

Von Thomas Drendel

Anzeige
Wintermärchen eiskalt in Szene gesetzt

Zum zweiten Mal öffnet die Eiswelt Dresden ihre Türen. Die filigranen Eiskunstwerke sind ein atemberaubendes Erlebnis für Groß und Klein.

Langebrück. Münzen sammeln nur etwas für Insider? Nicht beim Langebrücker Münzsammlerstammtisch. Rainer Korf und die anderen Mitglieder wollen diese Freizeitbeschäftigung möglichst vielen nahebringen. „Das ist ein sehr interessantes Hobby. Denn beim Münzsammeln geht es ja nicht nur um das reine Geldstück. Da spielt immer auch die Geschichte mit, zu der die Münze genutzt wurde“, sagt er. Darüber hinaus lerne man viel über das Funktionieren von Währungen. „Wir suchen unsere Themen für unsere monatlichen Zusammenkünfte auch danach aus, ob sie möglichst viele erreichen. Da sind einige dabei, die gut für Anfänger geeignet sind.“ Bei dem Treffen am 19. April lautet das Thema beispielsweise „Münzen und Medaillen sammeln, aufbewahren und reinigen – Anleitung zur Münzbestimmung“. „Dabei geht es gewissermaßen um die Grundlagen des Münzsammelns“, sagt er.

An diesem Abend wie an allen anderen können sich Interessenten auch nur beraten lassen. „Wenn jemand Münzen im Schreibtisch liegen hat und nicht so recht weiß, was sie wert sind und was sie überhaupt damit anfangen, sollen zum Münzsammlerstammtisch zu kommen. „Bei uns sitzen gleich mehrere Fachleute am Tisch. Sie können Tipps zum Wert von Münzen oder zur Geschichte geben“, sagt Rainer Korf, der selbst seit 45 Jahren Münzen sammelt. Bereits als junger Mann ist er zu Auktionen nach Dresden gefahren. Seitdem ist sein Wissen über diese alten Zahlungsmittel stetig gewachsen, über historische Zusammenhänge, über die Häufigkeit und natürlich über den Wert von Münzen. Einer der Experten auf dem Gebiet schlechthin, Thomas Rätzer, Inhaber der Münzhandlung Rätzer Dresden, ist ebenfalls regelmäßig bei den Treffen der Langebrücker Münzsammler dabei. „Wir sind glücklich, so einen Münz- und Goldexperten, auch für Werteinschätzungen, in unseren Reihen zu haben“, sagt Rainer Korf.

Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre

Die Treffen finden einmal im Monat im Cafe des Langebrücker Bürgerhaus statt. „Oft sind um die 15 Sammler dabei. Das ist der feste Stamm, hinzu kommen dann Interessenten, die sich für das Thema des Abends begeistern und eben Menschen, die gern den Wert ihrer Stücke ermitteln lassen wollen.“ Rainer Korf betont, dass die Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre stattfinden. „Bei den Referaten können Zwischenfragen gestellt werden. Es ist eher ein Gespräch, zu dem jeder seine Meinung beitragen kann.“

Der nächste Termin findet am Donnerstag, dem 1. März, statt. Der Historiker Hans-Werner Gebauer wird diesmal wegen der zu erwartenden zahlreichen Zuschauer im Kleinen Saal des Bürgerhauses über die Fiskal- und Ordnungspolitik der sächsischen Kurfürsten im Mittelalter sprechen. „Dabei geht es um damalige Steuern und Abgaben oder auch um die Preise, die für bestimmte Waren verlangt wurden.“ Am 29. März sind die Münzprägungen des Deutschen Reiches im Zeitraum von 1873 – 1918 das Thema.

Nachdem am Donnerstag, dem 19. April, das Sammeln und Aufbewahren von Münzen angesprochen wird, stellen Stammtischmitglieder am 31. Mai regionale Porzellanmedaillen und Porzellanmünzen vor. „Sie stammen aus der Porzellanmanufaktur Meißen oder von DDR-Betrieben. Ich selber habe einige von Keradenta in Radeberg.“ Einen großen Gold-Abend gibt es am 28. Juni. „Goldmünzen aus aller Welt – Gold als Währung – Gold als Mittel zum Vermögensaufbau lauten da die Themen. Interessenten erhalten hier einen umfassenden Überblick.“ Ein Überblick über die Kursmünzen und Sonderprägungen der DDR folgt am 26. Juli. „Das wird ein reiner DDR-Abend, bei dem auch die Besonderheiten der damaligen Münzprägung und der Wert- und Preisentwicklung dieser Stücke angesprochen wird.

Gut besetzt dürfte auch der Stammtisch am 30. August sein. Dann lautet das Thema: „Münzfälschungen aus aller Welt zum Schaden der Sammler“. Es geht um die Prägung von geringwertigen Kippermünzen im 17. Jahrhundert oder auch darum, wie Kurfürsten und Könige minderwertige Münzen herausbrachten um ihre Armeen oder ihre Schlösser zu finanzieren.“ Weitere Veranstaltungen folgen am 4. und 25. Oktober sowie am 22. November. Alle Abende beginnen um 18.30 Uhr. Interessenten sind zu allen Terminen eingeladen.