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Fassungslosigkeit über Zerstörung am Spielplatz

Den Ort für mehrere Generationen gibt es erst seit Frühjahr am Professor-Wagenfeld-Ring in Weißwasser. Nun wurde er mutwillig demoliert.

Nur die Ständer der Seilanlage stehen noch. Das Stahlseil dagegen liegt abgerissen auf dem Boden. Auch sonst gibt es Spuren von Vandalismus auf dem Spielplatz.
Nur die Ständer der Seilanlage stehen noch. Das Stahlseil dagegen liegt abgerissen auf dem Boden. Auch sonst gibt es Spuren von Vandalismus auf dem Spielplatz. © WBG

Als Petra Sczesny am Mittwoch gegen 19 Uhr per WhatsApp auf ihrem Handy die Nachricht erhielt, dass es zu Vandalimus auf dem neuen Spielplatz kam, hoffte sie noch, dass es sich „nur um Schmierereien, umgeworfene Papierkörbe, Flaschen in Sandkästen“ oder ähnliche Vorkommnisse handelt. Die sind ärgerlich, aber relativ leicht zu beheben. Doch als die Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser (WBG) und Mitarbeiter sich am Donnerstag früh vor Ort umsahen, konnten sie nicht fassen, was sie entdeckten. Auf dem Spielplatz hatten sich Vandalen ausgetobt, die selbst die Seile der Seilanlage mutwillig durchtrennt hatten. Wahrscheinlich mit Hilfe von Werkzeugen. Denn Seilkonstruktionen auf öffentlichen Spielplätzen müssen robust und sicher sein, werden – wie alle Spielgeräte – auf Herz und Nieren geprüft und vom TÜV abgenommen. Dass die Seile einfach durch übermäßiges Toben gerissen sein könnten, ist damit völlig ausgeschlossen. Auch, weil sich im Anlagen-Umfeld überall Spuren von Vandalismus und Zerstörung fanden.

„Ich kann es einfach nicht glauben, was passierte und dass es immer wieder Unverbesserliche gibt, die das Eigentum anderer und Neues, was das Leben schöner und besser macht, nicht achten und einfach zerstören“, sagt Petra Sczesny fassungslos. Was sie ebenfalls nicht nachvollziehen könne sei die Tatsache, dass kein Anwohner die Demolierungen mitbekommen und die WBG oder die Polizei informiert habe. „Die Anwohner und Bürger müssen ja nicht die Konfrontation suchen. Aber zeitnahe Informationen, um Täter schnell stellen zu können, sind wichtig“, so Sczesny.
Erst in der Mieterzeitung der Ausgabe Mai 2020 hatte sie geäußert, dass sie hoffe, dass mit dem neu gestalteten Außenbereich pfleglich umgegangen werde und es dort nicht zu mutwilligen Zerstörungen kommt. Denn der Platz, sagt die WBG-Geschäftsführerin, gefalle den Anwohnern und sei von allen Generationen sehr gut angenommen worden. Doch ihre Hoffnungen und Wünsche erfüllten sich leider nicht. „Wir werden den Platz und die zerstörten Geräte wiederherstellen. Kommt es aber erneut zu solchen Zerstörungen, könnte es sein, dass wir dies nicht wieder tun oder sogar Geräte zurückbauen“, sagt die Geschäftsführerin.

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Fast eine halbe Million Euro sind geflossen

Erst Anfang 2020 wurde der Platz fertig, der wegen der Corona-Einschränkungen sogar erst vor ein paar Wochen in Betrieb genommen werden konnte. Der Ärger der WBG-Chefin ist somit umso nachvollziehbarer. Nicht zuletzt auch, weil das Weißwasseraner Wohnungsbauunternehmen rund 500.000 Euro in die Gestaltung des Mehrgenerationenspielplatzes und des insgesamt 26.000 Quadratmeter großen Areals investierte. Denn da, wo einst eine Straße war, entstanden die Erholungs- und Freizeitoase nach Teilrückbau, Komplexsanierung und Umgestaltung im Prof.-Wagenfeld-Ring.

Im Bereich des Karrees 59 bis 97 wurden so nicht nur ganz neue Wege möglich, sondern auch Ruhe-, Spiel- und Freizeitbereiche sowie viel Grün. Steinerne, geschwungene Hochbeete neben Rasenflächen gehören ebenso zum Bild des Wohngebiet-Außenbereiches wie Sitzbänke, Schaukeln, Wippen, Rutschen, Sandkästen, Klettergerüste, Fitnessgeräte, Grillplatz, Basketballfeld und Seilanlage. Wann sie wieder nutzbar ist und was die Reparatur kosten wird, ist momentan unklar.

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