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Zittau

Fast 13.000 Menschen gegen Turow-Pläne

Die Tschechen wollen die Erweiterung der Grube in Polen verhindern und haben dazu eine Petition unterzeichnet. Im März will sich die EU damit verfassen.

Blick auf das Kraftwerk Turow, das der Energiekonzern PGE betreibt.
Blick auf das Kraftwerk Turow, das der Energiekonzern PGE betreibt. © www.wolfgang-wittchen.de

Am Ende haben 12.949 Bewohner der tschechischen Grenzregion die Petition gegen die Erweiterung des Bergbaues in Turow unterzeichnet. Sie fürchten um ihre Trinkwasserquellen. Betroffen davon sind ungefähr 30.000 Leute, rings um Hradek (Grottau) und in dem Friedländer Zipfel.

"Die Menschen und Ökologen beunruhigen auch weitere negative Einflüsse wie Luftverschmutzung, Lärm, Gebietssenkungen oder Erschütterungen", sagt der Sprecher des Liberecer (Reichenberger) Bezirksamtes Filip Trdla.

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Die Petition mit den Unterschriften bringt am 5. März der Ratsherr für Umwelt, Landwirtschaft und Landentwicklung Jiří Löffelmann persönlich nach Brüssel. "Der Petitionsausschuss des Europaparlaments hat entschieden, dass er sich in der März-Sitzung mit dem Problem befassen wird", sagt er und ist sich sicher, dass diese Tatsache die weitere Entwicklung beschleunigen könnte.

"Die Zahl der Unterschriften ist ein klarer Beweis, dass den Bewohnern das künftigere Schicksal der Region nicht gleichgültig ist", so Löffelmann. "Ich bin überzeugt, dass das Dokument für die EU wichtig genug sein wird."

Betreiber des Tagebaus Turow ist der Energiekonzern PGE, der mehrheitlich dem polnischen Staat gehört. Er will bis mindestens 2044 dort Braunkohle abbauen, trotz der Kritik aus Tschechien. Im Januar genehmigte die polnische Umweltbehörde die Konzession bis 2044.

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Die Region Liberec und Greenpeace wehren sich dagegen, unterstützt vom tschechischen Umweltministerium. "Wir können nicht nur warten und hoffen, dass es zu keinen negativen Veränderungen kommt", sagt Martin Puta. "Deswegen wenden wir uns nun ans Europäisches Parlament."

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