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Wirtschaft

4.750 neue Kunden bei der Commerzbank

Die Commerzbank in der Region Dresden hat ein gutes Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Die Corona-Krise bringt neue Herausforderungen mit sich.

Von den elf Commerzbank-Standorten in der Region sind derzeit nur noch drei für den Besucherverkehr geöffnet – die Filiale am Dr.-Külz-Ring gehört nicht dazu.
Von den elf Commerzbank-Standorten in der Region sind derzeit nur noch drei für den Besucherverkehr geöffnet – die Filiale am Dr.-Külz-Ring gehört nicht dazu. © Sven Ellger

Noch findet der Ansturm auf die Wirtschaftshilfen in der Coronavirus-Krise nicht statt. Zumindest nicht unter den rund 23.000 Unternehmenskunden der Commerzbank im Raum Dresden. „Ich finde es noch sehr ruhig“, sagte der neue Niederlassungsleiter Lars Gudat am Dienstag bei der Bilanzvorstellung per Telefonkonferenz. Der 45-jährige leitet seit Anfang des Jahres das Privat- und Geschäftskundengeschäft der Niederlassung Dresden mit elf Standorten und insgesamt rund 125.000 Kunden. 

Burkhard von der Osten, verantwortlich für das Geschäft mit den rund 2.000 Firmenkunden in Sachsen, betonte: „Gerüchte, dass Kontokorrentlinien gestrichen werden, sind falsch.“ Die Bank berät zu den Anti-Corona-Kreditprogrammen der KfW, der Förderbank des Bundes. „Wir werden alles dafür tun, die Anträge zeitnah zu prüfen, um die Zahlungsfähigkeit der Kunden zu sichern“, versprach von der Osten. 

Schritt für Schritt

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Die ersten Anträge für Liquiditätskredite der KfW seien schon eingegangen. Trotz der großzügigen Hilfspakete würden jedoch nicht alle Unternehmen diese Krise überleben. Firmen, die schon vor Corona in der Krise waren, könne nicht geholfen werden, hieß es. Die große Mehrheit der sächsischen Firmenkunden, über 90 Prozent, seien aber wirtschaftlich gesund, so von der Osten.

Kunden nutzen gerne Online-Banking

Von den elf Standorten im Niederlassungsbereich sind derzeit nur noch drei für den Besucherverkehr geöffnet – in Pirna, Meißen und am Altmarkt in Dresden. An den anderen Standorten beraten die Bankmitarbeiter telefonisch. Auch wenn die Commerzbank die Bankgeschäfte über Smartphone und Laptop ausbauen will, sollen alle Filialen nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen wieder öffnen, versichern die Bankmanager. 

Ende 2019 loggten sich schon 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone ein, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent. „Die Sachsen liegen dabei voll im Trend. In der Region Dresden beträgt der Anteil der Kunden, die aktiv Online-Banking nutzen, 66 Prozent“, betonte Gudat.

Die Commerzbank hat im Raum Dresden ein gutes Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Im Privatkundenbereich stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. Unterm Strich wurden 4.750 neue Kunden hinzugewonnen – ein Plus von 30 Prozent. 

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Wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei das kostenlose Girokonto, das es auch weiterhin geben soll. Das anhaltende Zinstief sorgte für eine rege Nachfrage nach Immobilienkrediten und Ratenkrediten. Insgesamt stieg der Kreditbestand im Privatkundenbereich um sieben Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Seit vergangenen September bietet die Commerzbank auch eine grüne Baufinanzierung an, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt. Das Kreditvolumen im Firmenkundenbereich wuchs um sechs Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.