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Fast grünes Licht für neue Anschlussstelle

Jetzt steht fest, wie die S 177 bei Radeburg verlegt und dabei auch die Anschlussstelle der A 13 verändert werden soll. Der Planfeststellungsbeschluss wird nach den Ferien ausgelegt.

Die Tage der jetzigen Radeburger Anschlussstelle der A 13 sind gezählt. Künftig sollen die Rampen in die entgegengesetzte Richtung führen und so an die ebenfalls verlegte Staatsstraße 177 angebunden werden. Wann gebaut wird, ist aber noch offen.
Die Tage der jetzigen Radeburger Anschlussstelle der A 13 sind gezählt. Künftig sollen die Rampen in die entgegengesetzte Richtung führen und so an die ebenfalls verlegte Staatsstraße 177 angebunden werden. Wann gebaut wird, ist aber noch offen. © Arvid Müller

Radeburg. Damit eine neue Straße gebaut werden kann, braucht es neben Geld vor allem eines: Zeit - viel Zeit. Erst recht, wenn es um eine Staats- oder Bundesstraße oder gar eine Autobahn geht. In Volkersdorf dauerten die Planung und schließlich der Bau der Ortsdurchfahrt über zehn Jahre. Weitere Vorhaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Radeburg haben inzwischen eine ähnlich lange Planungszeit.

So auch die Verlegung der S 177 östlich von Radeburg und die damit verbundene neue Anschlussstelle der Autobahn 13, für die von der Landesdirektion Sachsen (LDS) jetzt mit einem Planfeststellungsbeschluss die Voraussetzungen für die Realisierung geschaffen wurden. Erste Vorplanungen dafür gab es bereits 2007. An der damals bereits vorgestellten grundlegenden Lösung, die beiden Rampen gewissermaßen in Richtung Süden umzuklappen und an die S 177 anzubinden, hat sich seitdem nichts geändert.

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© SZ-Grafik

„Mit der jetzt genehmigten Planung wird einerseits die Anbindung des überregionalen Verkehrs und des Radeburger Gewerbegebiets an die Autobahn verbessert“, stellt Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion, fest und ergänzt: „Andererseits - ein weiterer Vorteil - wird die Radeburger Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlastet.“Etwa ein Drittel weniger solle es sein, während die Prognosen für die S 177 durch das Gewerbegebiet von einer Verdoppelung der Belegung ausgehen.

Die S 177 wird zwischen der Brücke über die Autobahn und der Radeberger Straße in Richtung Norden verschoben.
Die S 177 wird zwischen der Brücke über die Autobahn und der Radeberger Straße in Richtung Norden verschoben. © Arvid Müller

Der derzeit bestehende Abschnitt der S 177 zwischen der Radeberger Straße und der noch relativ neuen Brücke über die Autobahn wird nahezu komplett Richtung Norden und damit auch weg vom Vogelschutzgebiet verlegt. Neu entsteht auch ein Stück der Radeberger Straße in Richtung Großdittmannsdorf. Knapp ein Kilometer Straße entsteht so neu. Um die neue Rampe westlich der Autobahn anbinden zu können, muss dort auch parallel zur Autobahn eine neue Brücke gebaut werden. Die alten Abfahrten sollen zurückgebaut und die an der Fahrbahn in Richtung Dresden dabei zu einem Radweg ins Gewerbegebiet umgestaltet werden.

Die öffentliche Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses erfolgt laut Landesdirektion zwischen dem 2. und 16. September bei den Stadtverwaltungen in Radeburg und Großenhain. Im genannten Zeitraum kann der Beschluss außerdem auch auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen im Bereich Bekanntmachungen eingesehen werden. Sofern keine Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss erhoben werden, erreicht dieser nachfolgend seine Unanfechtbarkeit. Anschließend können Ingenieurbüros mit der Ausführungsplanung beauftragt werden. Die Gesamtkosten sollen sich nach aktuellem Stand der Planungen auf rund fünf Millionen Euro belaufen, so das Lasuv auf Nachfrage der SZ. Zum Baubeginn könne derzeit keine Aussage getroffen werden.

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