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Fast neun Jahre Haft wegen Missbrauchs

Vielfach hatte sich der ehemalige Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Hellerau an einem Jungen vergangen.

Nach drei Verhandlungstagen verurteilte die Große Jugendschutzkammer des Landgerichts Daniel H. wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Schutzbefohlenen. Zwischen Anfang des Jahres 2010 und Herbst 2012 hatte sich der 38-Jährige nach Überzeugung der Richter immer wieder an Henry P. (Name geändert) vergangen. In 27 Fällen war der Junge noch keine 14 Jahre alt, sieben weitere Taten ereigneten sich nach seinem Geburtstag.

Ursprünglich angeklagt war er in 57 Fällen, in seiner nicht öffentlichen Einlassung zeigte sich Daniel H. geständig. Nun muss er für acht Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Einbezogen wurden dabei zwei ältere Urteile. Denn Daniel H., der seit seiner Jugend in der Freiwilligen Feuerwehr Hellerau aktiv war, ist einschlägig vorbestraft. Im Jahr 2013 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Damals hatte er einen geistig und körperlich behinderten Jungen missbraucht. Bereits 2011 hatte er am Amtsgericht sieben Monate auf Bewährung erhalten, da er junge Mitglieder der Stadtteilfeuerwehr Hellerau unsittlich berührt hatte.

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Auch Henry P. traf der Taxifahrer bei der Freiwilligen Feuerwehr, freundete sich auch mit dessen Mutter an. Oft übernachtete Henry, der im Prozess als Nebenkläger auftrat, bei Daniel H., regelmäßig kam es zu Übergriffen. In seinem Schlussplädoyer hatte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase elf Jahre und zwei Monate Haft für den Wiederholungstäter gefordert. Sein Verteidiger Peter Manthey hielt eine Gesamtstrafe von unter sieben Jahren für angemessen.