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Fast soviel Bier wie die Bayern

Heute präsentieren sich von 12 bis 18 Uhr fast vierzig Firmen und Institutionen bei der Gesundheitsmesse am Görlitzer Marienplatz. Aus diesem Anlass sprachen wir mit Dr. Bernhard Wachtarz, dem Görlitzer Amtsarzt.

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Heute präsentieren sich von 12 bis 18 Uhr fast vierzig Firmen und Institutionen bei der Gesundheitsmesse am Görlitzer Marienplatz. Aus diesem Anlass sprachen wir mit Dr. Bernhard Wachtarz, dem Görlitzer Amtsarzt.
Sie sind mit der Gesundheitsaktion vor sieben Jahren gestartet, ein Jahr früher als der Freistaat Sachsen. Wie kam das? Wir hatten den Eindruck, dass man neue Wege gehen muss bei der gesundheitlichen Aufklärung, und da habe ich gedacht, wir führen die verschiedenen Krankenkassen und andere Anbieter einmal zusammen. Das hat sich recht gut bewährt. Und da hat der sächsische Gesundheitsminister gesagt: Das machen wir auch.
Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto. Wie heißt es diesmal? Das Bonmot heißt diesmal "gesund leben ist so einfach".
Ist es das? Ja, wenn man auf die ungesunden Sachen verzichtet.
Und die wären? Nicht zu viel essen, man soll nicht rauchen, und in diesem Jahr kommt noch ein zusätzliches Motto dazu, das der Minister ausgegeben hat: "Alkohol - jetzt lieber nicht". Das heißt nicht, überhaupt auf Alkohol zu verzichten, aber doch in bestimmten Situationen.
In welchen? Zum Beispiel beim Theaterbesuch: Entweder verzichten Sie darauf, mit dem Auto zu fahren oder aber, Alkohol zu trinken.
Wie würden Sie's halten? Ich würde lieber ein Glas Wein trinken und dafür mit der Bahn oder mit dem Taxi fahren.
Wann soll man ganz verzichten? Wenn man Medikamente nimmt, in der Schwangerschaft, aber auch Alkohol und Arbeit passen nicht zusammen.
Warum dieser Schwerpunkt? Weil insgesamt der Verbrauch an Alkohol in den neuen Bundesländern sehr hoch ist. Wir sind beim Bier-Verbrauch schon nahezu an Bayern heran gekommen. Wir haben da bei der Gesundheits-Aufklärung noch Nachhole-Bedarf.
Haben die Gesundheitswochen in den vergangenen Jahren etwas bewirken können? Die Lebenserwartung ist zumindest gestiegen. Insofern kann man davon ausgehen, dass sich die Görlitzer vor allem in Bezug auf die Ernährung maßvoller und bewusster verhalten. Es wird viel mehr Obst und Gemüse gegessen.
Gespräch: Frank Seibel

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