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Faulbrut gefährdet Bienenvölker

Die Krankheit ist im Landkreis ausgebrochen. In Rothenburg gibt es einen Verdachtsfall.

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Görlitz. Im Landkreis Görlitz ist am 9. Mai die Amerikanische Faulbrut bei Bienen festgestellt worden. In der Stadt Ebersbach-Neugersdorf ist ein grenzüberschreitender Sperrbezirk eingerichtet worden, nachdem bei vier Völkern der Erreger in den Futterwaben nachgewiesen wurde. Dem betroffenen Bienenhalter wurden die nach Bienenseuchenverordnung erforderlichen Maßnahmen amtlich angeordnet.

Einen weiteren Verdachtsfall gibt es in Rothenburg, Ortsteil Lodenau. Menschen sind durch die Faulbrut, auch durch den Genuss von Honig, nicht gefährdet.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Erkrankung des Bienenvolkes. Ihr Erreger ist das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae und befällt ausschließlich die Bienenbrut. Die Bakterien vermehren sich in der Bienenlarve, töten diese dabei ab und gehen dann in eine umweltbeständige Dauerform über, die als Spore bezeichnet wird. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten aber die Sporen beispielsweise in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort.

Alle Bienenvölker und Bienenbestände im Sperrbezirk sind unverzüglich amtlich untersuchen zu lassen. Bewegliche Bienenvölker dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden. Dies gilt auch für Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften. Ebenso dürfen keine Bienenvölker und Bienen in den Sperrbezirk verbracht werden.

Bislang nicht angemeldete Bestände im gesamten Landkreis sind unverzüglich bekannt zu geben.

Anmeldung von Bienenvölkern: 03585 442780 oder [email protected]

Informationen und amtliche Bekanntmachungen sind einzusehen auf der Internetseite des Landkreises Görlitz lueva.aktuell.landkreis.gr