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Faunhöhe wird zur Faunhöhle

Der Spielplatz hinterm Großenhainer Freibad bekommt neue Geräte. Nach 19 Jahren. Er ist einer der am intensivsten genutzten Freizeitgelände der Stadt.

Der Spielplatz an der Bobersbergstraße wird in diesem Jahr nahezu komplett umgebaut und erhält neue Geräte.
Der Spielplatz an der Bobersbergstraße wird in diesem Jahr nahezu komplett umgebaut und erhält neue Geräte. © Anne Hübschmann

Großenhain. Schon 19 Jahre besteht der Kinderspielplatz auf der Faunhöhe. Er wurde in Vorbereitung der Landesgartenschau 2001 angelegt. Und ist seither eines der am intensivsten genutzten Freizeitgelände Großenhains. Aber auch eines der am meisten belasteten. Schon oft gab es hier Beschwerden wegen Vandalismus. 

Doch außerdem sind die Holzspielgeräte dieses schönen Platzes bereits in die Jahre gekommen und verschlissen. "Ein Reparaturaufwand steht nicht mehr im Verhältnis der verlängerten Nutzungsdauer", sagt Matthias Schmieder, Geschäftsbereichsleiter Stadtkultur und Ordnung. So müssten große Bauteile ausgetauscht werden, auch viele beanspruchte Seile.

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Die Stadtverwaltung hat sich deshalb für einen Ersatzneubau in diesem Jahr entschlossen. Das ist im Haushaltsplan auch so untersetzt. Immerhin 90.000 Euro sollen dafür locker gemacht werden. Zwei Drittel der Kosten sind durch Förderung gedeckt.  Allerdings konnte die Stadt die Planungskosten sparen, indem sie einen Ideenwettbewerb selbst in die Wege leitete und auswertete. 

Dessen Ziel war es, vor allem für die Altersgruppe der Sechs- bis 12-Jährigen einen neuen Spielplatz zu errichten. "Aber zusätzlich auf vielfache Anfrage von Eltern auch einen Kleinkinder-Spielbereich für Zwei- bis Sechsjährige zu integrieren", so Matthias Schmieder im Stadtrat. Die noch intakte Röhrenrutsche sowie die Wippe sollen erhalten bleiben. Zudem wurde vorausgesetzt, dass Anbieter auf die Sagenfigur des Faun Bezug nehmen. 

Ein Rutschenturm mit Wänden, Podesten und Netz bildet die künftige Faunhöhle.
Ein Rutschenturm mit Wänden, Podesten und Netz bildet die künftige Faunhöhle. © Anne Hübschmann

Zwei Firmen beteiligten sich letztlich mit Entwürfen an der Funktional-Ausschreibung, elf hatten die Unterlagen abgefordert. Anfang Mai traf eine fünfköpfige Jury die Entscheidung zwischen der Werkform GmbH aus Brand-Erbisdorf und der Grasreiner Design Holzgestaltung aus Dresden. Sieben Bewertungskriterien mit entsprechender Wichtung waren quasi die Schablone für die Auswahl. 

So ging es hauptsächlich um die Gesamtgestaltung mit Realisierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und Konstruktionsdetails. Auch die Vielfalt der Spielangebote, die Altersgerechtheit und die Einbindung von Spielabläufen bzw. die Förderung des gemeinsamen Spiels wurden berücksichtigt. Wie die vorhandenen Räume genutzt werden und was Kinder zum erwarteten Spielspaß sagen - einige Nutzer des Platzes - floss ebenfalls ins Votum ein. Auch die Farbgebung wurde berücksichtigt. 

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Die Wahl war letztlich laut Matthias Schmieder recht eindeutig, die Dresdner mit ihrem Konzept der "Faunhöhle" machten das Rennen. Sie können jetzt die Geräte vorproduzieren. In etwa drei Wochen könnte mit dem Aufbau begonnen werden. "Wir wollen den Spielplatz aber bis dahin noch so lange es geht offen lassen", sagt der Geschäftsbereichsleiter. Bis Ende November soll aber alles fertig sein.  

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