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Favoriten quälen sich eine Runde weiter

Fußball: Neustadt verspielt 2:0-Führung in Königstein, gewinnt aber durch Schlussspurt. Langburkersdorf muss sogar in die Verlängerung.

Pavel Bursa (links) und Daniel Krause (2. v. r.) zogen nach 120 spannenden Pokalminuten mit Langburkersdorf in die nächste Runde ein.
Pavel Bursa (links) und Daniel Krause (2. v. r.) zogen nach 120 spannenden Pokalminuten mit Langburkersdorf in die nächste Runde ein. © Norbert Millauer

Eine Woche vor dem scharfen Punktspielstart in die Saison 2020/21 wurde die 1. Runde im Kreisfußball-Pokal ausgetragen. Während einige Mannschaften mit einem Freilos noch spielfrei hatten, mussten andere Teams bereits hart ran. Die Partie des frisch gebackenen Pokalsiegers 1. FC Pirna findet allerdings erst am 13.9. statt, da die Kreisstädter im Sachsenpokal ihren Mann stehen mussten. Dann kommt es aber zu einer Neuauflage des Pokalendspiels beim TSV Kreischa. In der Vorwoche hatte der 1. FC nach Elfmeterschießen den Sieg davon getragen.

Für die beiden Ortsnachbarn SSV Neustadt und SSV Langburkersdorf entpuppten sich ihre unterklassigen Gegner als äußerst schwierige Kontrahenten. Die Neustädter wackelten beim SV Königstein, Vertreter der Kreisliga B, trotz einer 2:0-Führung beträchtlich und konnten sich erst in den Schlussminuten mit 4:2 (1:0) durchsetzen. Königsteins Trainer Ralf Peschke war nach dem Abpfiff den Tränen nahe: „Wir waren so nah an einer Überraschung dran. Ich kann meinem Team ein dickes Kompliment machen. Sie haben sich nach einem 0:2-Rückstand wieder herangekämpft. Das war toll.“ Vor über 100 Zuschauern auf dem Pfaffendorfer Sportplatz war der Favorit aus der Kreisoberliga mit dem Pausenpfiff durch Florian Müller in Führung gegangen. In der 58. Minute erhöhte Felix Kumpe auf 2:0. Doch der Außenseiter steckte nicht auf. Ein Doppelpack von Sten Brüchner (60., 66.) sorgte für den Ausgleich. Kurz darauf hatte der Torschütze Pech als sein Freistoß vom Innenpfosten zurück in das Spielfeld prallte. Der Neustädter Kapitän Erik Kumpe, älterer Bruder von Felix, schoss schließlich seine Mannen mit zwei Treffern (84., 90.) in die nächste Runde. „Da war der Gegner einfach abgezockter. Wir bekommen den Ball nicht aus dem Strafraum. Jeder stochert irgendwie herum und am Ende liegt das Leder bei uns im Netz“, ärgerte sich Peschke.

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Routinier Mihalik verletzt sich

Auch Langburkersdorf geriet beim Kreisklässler SV Birkwitz-Pratzschwitz mächtig ins Schwitzen. Bei Dauerregen lagen die Gäste durch Treffer von Jan Rehacek (12.) und Stefan Mihalik (35.) zur Pause klar auf Siegkurs. Doch anstatt das Ergebnis weiter auszubauen leistete sich der Kreisoberligist haarsträubende Abwehrschnitzer, die die Gastgeber durch Lutz Scheermesser (60.) und Thomas Hähnel (63.) zum Einstand nutzten. Für Langburkersdorf wurde es eng. Max Micha Böhme musste verletzt ausgewechselt werden. Kurz nach Beginn der Verlängerung humpelte Mihalik mit schmerzverzerrten Gesicht vom Platz. Der 46 Jahre alte Torjäger wurde durch Trainer Björn Elsner ersetzt. Der 38-Jährige betreut seit Saisonbeginn den SSV, spielte früher auch in Neustadt. Als auch noch Kapitän Robert Kettner verletzt vom Feld musste, spielte Langburkersdorf in Unterzahl.

„Wir hatten heute echte Personalnot. Die Ausfälle dann noch. Es kam alles zusammen“, sagte Kettner und beäugte kritisch sein verletztes Bein: „Ich hoffe, es ist nichts Ernstes. Aber irgendwie habe ich kein gutes Gefühl.“ Sein Team rappelte sich aber noch einmal auf und kam durch Lukas Klima (113.) und Rehacek (118.) doch noch zu einem 4:2-Erfolg. Bei den tapferen Birkwitzern rang der 51-jährige Spielertrainer Jens Berger sichtlich um Fassung: „Schade. Wir haben die Gäste an den Rand einer Niederlage gebracht. Man muss sehen, dass wir drei Klassen tiefer spielen“.

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