merken
PLUS

FDP will Schulen erhalten

In ihrem Wahlprogramm setzen die Liberalen auf Bildung. Eine neue Schulschließungswelle soll es mit ihnen nicht geben.

Dresden. Sachsens FDP drängt auf mehr Lehrer für die Schulen im Freistaat. Die von der CDU geplante Einstellung von rund 1 000 Pädagogen pro Jahr reicht nach Einschätzung der Liberalen nicht aus. Bei der gestrigen Vorstellung des Programms für die Landtagswahl im August sprach Generalsekretär Torsten Herbst von bis zu 1 300 Lehrern pro Jahr, die neu eingestellt werden sollten. Das sei nötig, um Altersabgänge auszugleichen, Teilzeit zu ermöglichen und Unterrichtsausfall zu verhindern.

Ferner will die FDP Schulen in Wohnortnähe erhalten. „Eine erneute Schulschließungswelle wird es mit uns nicht geben“, heißt es im Programmentwurf. Bei ländlichen Schulen wollen die Liberalen jahrgangsübergreifenden Unterricht erleichtern. Für den Betrieb einer Grundschule soll eine Klassenbildung mit 20 Schülern der ersten beiden Jahrgangsstufen ausreichen. Bislang sind es 30. Zudem plant die FDP das Absenken der Mindestschülerzahlen.

Anzeige
Gold für alle
Gold für alle

Edelmetalle sind nicht nur als Krisenwährung begehrt. Die Golden Gates Edelmetalle GmbH in Görlitz betreut Anleger in ganz Europa

Ein weiterer Punkt im 80-seitigen Programmentwurf, der im Mai beschlossen werden soll, ist die Forderung nach Kita-Investitionen „auf hohem Niveau“. Unternehmer, die in wirtschaftliche Schieflage geraten sind, sollen eine „zweite Chance“ erhalten – durch Darlehensangebote für „Restrukturierung, Krisenbewältigung und Neustart“. Für den öffentlichen Dienst strebt die FDP ein leistungsgerechtes Vergütungssystem an.

„Die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht übersteigen“, heißt es im Programm. Im Fall des Wiedereinzugs in den Landtag will die FDP die Koalition mit der CDU fortsetzen. Kommt die nicht zustande, gehe sie in die Opposition, kündigte Herbst an. In einer aktuellen Umfrage liegt die Partei bei vier Prozent der Stimmen. (SZ/ale)