SZ +
Merken

FDP will Wahlergebnis in Löbau nutzen

Löbau. Der Ortsverband der FDP hat sich jetzt offiziell zur jüngsten OB-Wahl in Löbau geäußert und bedauert, dass kein echter Politikwechsel erreicht worden ist. Wie Günther Kneschke, stellvertretender Ortsvorsitzender, schreibt, hätte es dazu weiterer Kandidaten bedurft.

Teilen
Folgen

Löbau. Der Ortsverband der FDP hat sich jetzt offiziell zur jüngsten OB-Wahl in Löbau geäußert und bedauert, dass kein echter Politikwechsel erreicht worden ist. Wie Günther Kneschke, stellvertretender Ortsvorsitzender, schreibt, hätte es dazu weiterer Kandidaten bedurft. Es sei bedauerlich gewesen, dass sich aus den Reihen von Bürgerliste, CDU und Linkspartei keine Kandidaten gefunden hätten. Diese seien im Stadtrat allesamt viel stärker als die FDP vertreten. Zudem sei die niedrige Wahlbeteiligung mehr als ärgerlich gewesen, formuliert Kneschke. „Es ist schade, dass die freie Wahl als eine Errungenschaft der friedlichen Revolution 1989/1990 gerade bei einer so wichtigen Wahl schlecht genutzt wird“, erklärte er. Die Löbauer FDP wolle nun ihre gewachsene politische Kraft im Stadtrat einbringen, kündigt der Ortsverband an. Die Partei ist seit der Stadtratswahl voriges Jahr noch mit dem früheren Löbauer Oberbürgermeister Dietrich Schulte vertreten.

In ihrem Wahlkampf habe OB-Kandidatin Christine Schlagehan auf Ideenkarten viele Hinweise von Bürgern gesammelt. Diese seien ausgewertet worden und würden nun in die politische Arbeit des FDP-Verbands einbezogen. Frau Schlagehan hatte bei einer Wahlbeteiligung von rund 39 Prozent etwa 36 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Der Ortsverband wertete dies als sehr gutes Ergebnis. Amtsinhaber Dietmar Buchholz (parteilos) war mit 64 Prozent in eine dritte Amtszeit gewählt worden. (SZ/gw)