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Löbauer Abi-Schnitt besser als gedacht

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium wundert man sich über einen Bericht, das Abitur sei schlechter als im Vorjahr ausgefallen. Dabei war die Schule noch nie so gut.

Hat als Schulleiter sein erstes Jahr hinter sich: Torsten Berndt, Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Löbau. Der Jahrgang schnitt hervorragend ab.
Hat als Schulleiter sein erstes Jahr hinter sich: Torsten Berndt, Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Löbau. Der Jahrgang schnitt hervorragend ab. © www.foto-sampedro.de

Schulleiter Torsten Berndt hat den jüngsten SZ-Artikel über die Abiturnoten  mit Verblüffung gelesen: Alle Gymnasien im Süden des Kreises haben in diesem Schuljahr einen besseren Abi-Durchschnitt zu verzeichnen - nur das Christian-Weise-Gymnasium in Zittau und das Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau nicht. "Dabei habe ich in meiner Abi-Rede meinen Löbauer Abiturienten noch gratuliert, weil nie ein Jahrgang besser war im Notenschnitt", sagt der Berndt, der nun sein erstes Schuljahr an der Spitze des Scholl-Gymnasiums bestritten hat. Was ist da passiert?

Die SZ hatte beim Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) die entsprechenden Abi-Schnitte erfragt und für Löbau die Zahl 2,28 erhalten. Und verglichen mit der Durchschnittsnote vom Vorjahr, wo eine 2,14 zu Buche stand, war dies natürlich eine Verschlechterung. Tatsächlich hatte die Schule an das Amt aber 2,04 als Notenschnitt gemeldet. "Es handelt sich um einen Übermittlungsfehler, den wir sehr bedauern. Die Zahl 2,04 ist korrekt", erklärt Lasub-Sprecher Jens Drummer auf Nachfrage.

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Doppelte Bestmarke erreicht

Damit ist es amtlich: Der Corona-Abschluss-Jahrgang des Scholl-Gymnasiums lag besser als der vorherige und nicht nur das: Es war der beste seit 1992, seit dem Jahr in dem die Schule zum heutigen Gymnasium wurde. "Alle 99 Schüler des Jahrganges haben ihr Abitur gemacht und wir hatten mit gleich fünf 1,0-Abschlüssen auch hier eine Bestmarke", betont Schulleiter Berndt, der sehr froh ist über den hervorragenden Ausgang eines so turbulenten Schuljahres.

Dass das Abi in diesem Jahr wegen der Pandemie leichter zu haben war, verneint nicht nur der Schulleiter, sondern auch der Lasub-Sprecher. "Die Prüfungen sind wegen Corona nicht leichter gemacht worden", betont er. Auch die sachsenweite Anhebung der Mathenote um einen Punkt, habe keine so großen Auswirkungen, dass davon der Gesamtdurchschnitt deutlich nach oben gerissen werde, ergänzt er.

Vielleicht hat Corona aber doch einen gewissen Vorteil gebracht: "Da wegen der Pandemie der Unterricht am Ende auf die prüfungsrelevanten Fächer reduziert wurde, hatten die Schüler hier mehr Zeit, sich vorzubereiten", sagt Drummer. Das Phänomen der besseren Prüfungsnoten, die zu einem Drittel in die Gesamtnote einfließen, habe man sachsenweit beobachtet. Die intensivere Vorbereitung könnte eine Erklärung dafür sein.

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