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Feiern mit Gunther Emmerlich

Der Sänger kommt 2014 erneut nach Bad Muskau und in den Fürst-Pückler-Park. Das hat er beim Schlossgespräch verraten.

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Von Sabine Larbig

Die Augen von Else Abraham aus Weißwasser glänzen, als sie auf Gunther Emmerlich zusteuert. Der Opernsänger, Entertainer, Autor und Moderator signiert gerade – dicht umringt – Bücher und CDs. Für die Sängerin vom Stadtchor Weißwasser kein Hinderungsgrund, ihn anzusprechen. „Herr Emmerlich, ich muss einfach mal mit Ihnen anstoßen und reden. Das ist seit vielen Jahren mein Wunsch“, sagt sie – und hält ihm ein Weinglas entgegen.

Der 1,93 Meter große Sänger lächelt, nimmt auch ein Glas und prostet Else Abraham zu. Dann plaudern und lachen beide miteinander. Mit einem handsignierten Autogramm verabschiedet sich die Weißwasseranerin, während andere sofort die Gunst nutzen, um dem Opernstar ebenfalls näher zu sein.

Obwohl Gunter Emmerlich alle großen Bühnen dieser Welt kennt und überall frenetisch gefeiert wird, ist er bodenständig und volksnah. Er liebt den engen Kontakt zum Publikum. Davon können sich die rund 200 Besucher beim 6. Schlossgespräch am Donnerstag im Festsaal im Neuen Schloss Bad Muskau persönlich überzeugen. Eingeladen zur Plauderstunde mit dem Weltstar hat der Förderverein Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Mit den Schlossgesprächen bietet der Verein seit knapp zwei Jahren eine Veranstaltungsreihe, die kulturelle, gesellschaftspolitische, kirchliche und weltliche Themen beinhaltet und stets bekannte Gäste ins Schloss lockt.

Die Mischung funktioniert, zieht Publikum an. Auch zu Gunther Emmerlich kamen Besucher aus Zittau, Görlitz, Niesky, Kodersdorf und Brandenburg, um mit ihm über Familie, Kunst und Politik zu plaudern. Emmerlich liest Anekdoten aus seinen zwei Autobiografien, gibt Kostproben der dritten Ausgabe – die noch 2014 auf den Markt kommt – singt und spielt Gitarre. Vor allem aber fasziniert er mit Humor und Direktheit. „Wissen Sie, was der Vorteil von Enkeln ist? Man kommt als Großeltern mit Geschenken im Arm hin, ist beliebt, und bevor Erziehungsprobleme beginnen, geht man nach Hause“, gibt er augenzwinkernd preis. Denn eigentlich ist seine Devise lieben und vorleben – als Vater und Opa. Und er schöpft Kraft und Zuversicht aus dem Glauben. Aus diesem Grund ist der Weltstar inzwischen Schirmherr fünf deutscher Spendenaktionen zugunsten sakraler Bauten und Einrichtungen.

Auch in Bad Muskau werden Spenden gesammelt. Vom Förderverein für die Rekonstruktion und Neubelebung des Badeparkareals. Das freut Gunther Emmerlich, der das Pücklerschloss noch als Ruine kennt. Weil ihm viele Freunde und Kollegen von der neuen Schönheit des Pücklerschen Erbes vorgeschwärmt haben, erzählt er, nahm er die Einladung zum Schlossgespräch gern an. Und Emmerlich nahm sich sogar Zeit für einen Parkrundgang. „Jetzt habe ich das Kleinod selbst erlebt und bin mir sicher, dass der Besuch nur ein Appetithappen war.“ Wiederkommen will er auf jeden Fall. Ganz privat, mit seiner Ehefrau, um Park und Schloss zu erkunden. Voraussichtlich im Frühjahr. „Ab April spiele ich im Theater Cottbus im Musical Anatevka den Tewje. Da ist genug Zeit für Bad Muskau.“ Ob Gunther Emmerlich sogar für den Badepark spendet, ist offen. Aber über Auftritte in Bad Muskau, bei künftigen Open-Air-Picknicks oder Veranstaltungen im Park – sagt er – könne man nachdenken.