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Feldbrand an der B 170

Ein Stoppelfeld bei Dippoldiswalde hat am Montagabend Feuer gefangen. Die Flammen brachten auch Gartenlauben in Gefahr. Die Bundesstraße war gesperrt.

Auf breiter Front brannte am Montagabend ein Stoppelfeld zwischen Dippoldiswalde und Oberhäslich.
Auf breiter Front brannte am Montagabend ein Stoppelfeld zwischen Dippoldiswalde und Oberhäslich. © Holger Läntzsch/Feuerwehr Dippo

Rund 1,5 Hektar eines Stoppelfelds entlang der Bundesstraße 170 zwischen  Dippoldiswalde und Oberhäslich sind am Montagabend abgebrannt. Dabei kam das Feuer auch gefährlich nahe an die Gärten entlang des Heidewegs in Dippoldiswalde heran. „Die Hecke hat schon gebrannt. Das war kurz vor knapp“, sagt der Dippser Stadtwehrleiter Michael Ebert.

Hier hatte die Feuerwehr aber eine Möglichkeit an den Brandort heranzufahren, um die Flammen zu bekämpfen. So konnte sie ein Vordringen in Richtung der Gärten oder gar der bewohnten Häuser verhindern. 

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B 170 über eine Stunde gesperrt

Auf der anderen Seite des Feldes hat die Böschung zur B 170 auch schon gebrannt. Deswegen wurde die Bundesstraße über eine Stunde lang komplett gesperrt, wie die Polizei informierte. Autofahrer aus Richtung Dresden nach Dippoldiswalde mussten eine Umleitung von Oberhäslich über Reinholdshain nehmen

Insgesamt hat das Feuer keinen schweren Sachschaden angerichtet. „Wir hatten dort Sommergerste stehen, die wir aber schon vor einer Woche geerntet hatten. Jetzt war es nur noch ein Stoppelfeld. Der Schaden durch das Feuer ist für uns also gering“, sagt Klaus Köhler, Vorstand der Agrargenossenschaft Reinholdshain.

Weit hin war die Qualmwolke zu sehen. Glücklicherweise entstanden keine schweren Schäden.
Weit hin war die Qualmwolke zu sehen. Glücklicherweise entstanden keine schweren Schäden. © Holger Läntzsch/Feuerwehr Dippo

Seine Kollegen sind sofort mit ihrer Technik ausgerückt, als der Feueralarm kam. Einer hat mit einem Wasserfass die Böschung zur Straße mit abgelöscht. Ein zweiter ist mit einem Scheibenpflug aufs Feld gefahren und hat dort einen Schutzstreifen gezogen. Dort wird das trockene Stroh untergepflügt, sodass das Feuer keine Nahrung mehr findet und sich daher nicht weiter ausbreiten kann. Damit wurde der Brand eingedämmt.

Die Feuerwehr ist mit starken Kräften ausgerückt. „Die waren auch sehr schnell da. Dafür sind wir dankbar“, sagt Köhler. Neben der Dippoldiswalder Wehr sind die Ortswehren aus Reinholdshain/Oberhäslich, Ulberndorf, Reichstädt und Rabenau bei dem Feldbrand im Einsatz gewesen. Die Rabenauer Wehr war hinzugeholt worden, weil sie über  ein Tanklöschfahrzeug mit großem Wasservorrat verfügt, was bei einem solch großen Feldbrand besonders wichtig ist. „Besonders hilfreich war auch die Unterstützung durch die Agrargenossenschaft. Das war eine gute Zusammenarbeit“, sagt Stadtwehrleiter Ebert.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung

Über die Ursache des Feldbrands herrscht noch Unklarheit. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. So könnte eine weggeworfene Zigarettenkippe einen solchen Brand auslösen. „Aber dafür haben wir momentan keine Anhaltspunkte“, sagt Polizeisprecher Lukas Reumund. Vielleicht bringen die Ermittlungen ein Ergebnis. „Wir können auf jeden Fall ausschließen, dass Maschinen von uns das Feuer ausgelöst haben. Wir waren dort nicht aktiv“, sagt Klaus Köhler.

Bei der jetzigen trockenen Witterung gilt aber generell besondere Vorsicht. „Kein offenes Feuer, keine Zigaretten in die Landschaft werfen, keine Lagerfeuer anzünden“, warnt Ebert. Weil der Boden trocken ist, können sich auch vertrocknete Pflanzen schnell entzünden und ein Brand kann sich leicht verbreiten. Wie schnell, das hat sich am Montagabend gezeigt.

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