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Felsbrocken stürzen vor Gaststätte

In Kohlmühle bei Hohnstein hat es einen Felssturz gegeben. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die Anwohner sind jedoch beunruhigt.

Die Gesteinsbrocken sind im Garten der Gaststätte in Kohlmühle bei Hohnstein eingeschlagen.
Die Gesteinsbrocken sind im Garten der Gaststätte in Kohlmühle bei Hohnstein eingeschlagen. © privat

Ein lauter Knall hallt durch den Kohlichtgraben bei Hohnstein. Die Anwohner im beschaulichen Ortsteil Kohlmühle erschrecken. Was ist passiert? Die Neustädterin Ingrid Grosse, die einen Garten in Kohlmühle hat und Verwandte, kann kaum glauben, was sie sieht.

Der Kohlichtgraben wird von der einen Seite von Felsen gesäumt. "Von einem der Felsen oberhalb der Straße nach Goßdorf war ein großer Stein abgebrochen", schildert sie. Der Stein fiel etwa 40 Meter einen Steilhang hinab, bevor er dann auf der Straße zerschellte. Und damit nicht genug. Einige Gesteinsbrocken flogen bis zur Gaststätte und Pension Mickennest. Dort war der Schreck natürlich groß. Einige Steine landeten genau vor den Tischen, wo sonst - vor allem an den Wochenenden - durstige Wanderer sitzen.  Zwei Zaunsfelder gingen zu Bruch. "Zum Glück war das Mickennest geschlossen. Sonst hätte das alles böse enden können", sagt Ingrid Grosse, die das Ganze auch im Foto festgehalten hat. Passiert ist das am Dienstagnachmittag. 

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Die Mitarbeiter vom Bauhof Hohnstein haben die Gesteinsbrocken von der Straße und aus dem Garten geräumt. "Der Bergsicherheitsdienst sollte aber möglichst bald die Abbruchstelle besichtigen und mögliche weitere Gefahrenquellen beseitigen", sagt Ingrid Grosse. Von unten ist schlecht einzusehen, wo der Gesteinsbrocken überhaupt abgegangen ist, sagt Bürgermeister Daniel Brade (SPD). "Wir werden uns jetzt mit den Eigentümern der Privatgrundstücke oberhalb in Verbindung setzen und prüfen, was zu tun ist", sagt er.

Ingrid Grosse weiß noch von einem weiteren Fall. Bereits im vergangenen Jahr sollen sich schon einmal Gesteinsbrocken gelöst haben. Damals wurde ein Auto beschädigt.

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