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Feralpi investiert Millionen in Riesa

Das Werk soll 2020 weiter modernisiert werden. Auch draußen wird gearbeitet.

Nicht nur im Stahlwerk, auch bei den Drahtwerken (EDF) will Feralpi in diesem Jahr neue Anlagen in Betrieb nehmen.
Nicht nur im Stahlwerk, auch bei den Drahtwerken (EDF) will Feralpi in diesem Jahr neue Anlagen in Betrieb nehmen. © Sebastian Schultz

Riesa. Feralpi wird in diesem Jahr insgesamt mehr als zehn Millionen Euro in den Standort Riesa investieren. Das hat Werkleiter Christian Dohr im Gespräch mit der SZ angekündigt. "Unsere Ziele für 2020 gruppieren sich rund um Effizienz", betont Dohr, der den langjährigen Werkleiter Frank Jürgen Schaefer nach einer Einarbeitungsphase Anfang April abgelöst hatte. Um im Walzwerk mehr produzieren und im Stahlwerk Energie sparen zu können, seien zusätzliche Investitionen unerlässlich. 

Aus diesem Grund war der neue Werkleiter Anfang des Jahres bereits nach Asien gereist. "Anlagentypen anschauen", sagt er. Denn die neuesten Modelle stehen sehr häufig zuallererst in asiatischen Ländern. 

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Noch Ende dieses Jahres will Feralpi in Riesa eine neue Drahtbindestation sowie Stabbindemaschinen in Betrieb nehmen. 2021 soll außerdem eine Knüppelschweißanlage betriebsbereit sein. Damit könnten die Stahlknüppel dann endlos lang durchfahren. "Das ist ein komplett neuer Prozess, den wir vorher nicht hatten." Ehe der aber starten kann, sei die Drahtbindestation Voraussetzung. 

Mehr Eisen aus dem Schrott holen

"Wir wollen mehr Menge machen, wo es geht. Der andere Punkt ist, die Ressourcen gut zu nutzen", sagt Christian Dohr. "Wir haben heute schon einen sehr guten Wert, aber jedes Prozent mehr hilft dem Unternehmen und der Umwelt. An diesen beiden Hebeln arbeiten wir." Derzeit werde bereits mehr als 90 Prozent des im Schrott enthaltenen Eisens herausgeholt. Jeder weitere Prozentpunkt sei eine Riesenanstrengung - und koste viel. "Aber jedes Prozent ist eben auch entscheidend - sowohl von der Wirtschaftlichkeit, als auch von der Recyclingseite her."

Ebenfalls kurz vor der Inbetriebnahme steht eine neue Anlage für die Drahtweiterverarbeitung. "Wir sind sehr gut in den Listenmatten", erklärt Christian Dohr. Diese werden in Riesa nicht nach Standard produziert, sondern nach Wünschen der Kunden berechnet. Bei den Elbe-Drahtwerken soll ebenfalls eine neue Anlage in Betrieb gehen - mit recht hohem Automatisierungsgrad. 

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Auch abseits der Produktion wird bei Feralpi in Riesa gebaut. In die einzelnen Gebäude, auch die Sozialgebäude, soll beispielsweise ebenfalls investiert werden. Darüber hinaus laufen bereits zwei Arbeiten unter freiem Himmel. Die neue Pforte sei fast fertig, sie soll demnächst in Betrieb gehen. Etwas länger wird es wohl noch mit dem neuen Parkplatz an der Uttmannstraße dauern. Hier hatten sich die Bauarbeiten unter anderem wegen des Artenschutzes verzögert. Mittlerweile läuft diese Baustelle aber zumindest. Mit diesen beiden Investitionen sollen Lkw- und Pkw-Verkehr rund um das Werk entflechtet werden. Die Planungen dafür laufen teilweise bereits seit mehr als sieben Jahren. 

Am künftigen Mitarbeiterparkplatz laufen mittlerweile die Bauarbeiten.
Am künftigen Mitarbeiterparkplatz laufen mittlerweile die Bauarbeiten. © Sebastian Schultz

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