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Feriencamps im Töpelwinkel erlaubt

Nach langem Stillstand kann der Döbelner Verein jetzt wenigstens die Ferienfreizeiten ausrichten. Das hilft aber nur ein bisschen.

Schon im vergangenen Jahr gab es in den Sommerferien ein Mediencamp im Töpelwinkel, bei dem die Mädchen und Jungen unter Anleitung kleine Filme gedreht und geschnitten haben.
Schon im vergangenen Jahr gab es in den Sommerferien ein Mediencamp im Töpelwinkel, bei dem die Mädchen und Jungen unter Anleitung kleine Filme gedreht und geschnitten haben. © Christian Essler (Archiv)

Döbeln. Carin Lau, die Chefin des Natur und Freizeitzentrums Töpelwinkel, ist ein zumindest kleiner Stein von der Seele gefallen. Nach dem Stillstand in der Corona-Krise waren schon die Familienumwelttage im Juni wieder möglich geworden. Nun können auch die Ferienfreizeiten im Sommer durchgeführt werden. „Ich nehme noch Anmeldungen entgegen. Am besten online“, sagte Carin Lau. 

Drei Ferienfreizeiten sind geplant. In der Woche vom 26. Juli bis 1. August ein Jugendlager für die Zehn- bis 15-jährigen Jungen und Mädchen. Und in den Wochen vom 2. bis 8. August und vom 16. bis 22. August sind die Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren eingeladen. Für die Kleineren steht das Programm unter dem Motto „Lustig ist das Zigeunerleben“. 

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Korporal Stange alias Bert Lochmann soll eine witzige historische Einführung in das Thema geben. „Wir werden draußen herumräubern und Buden bauen“, erzählt Carin Lau. Die älteren Jugendlichen erwartet wieder ein Mediencamp mit dem SAEK mobil, in dem sie kleine Filme herstellen.

Die nötigen Sicherheitsvorkehrungen sind eingeplant. „Alle müssen eigene Bettwäsche mitbringen. Wir werden auch nicht ganz so viele Anmeldungen annehmen“, sagte Carin Lau. Die Kinder und Jugendlichen sollen in kleineren Gruppen zusammengefasst werden. „Auf unserem Gelände verläuft sich das. Wir haben viel Platz.“

Gut gebucht sind auch die Familien Umwelttage der Landesstiftung Natur- und Umwelt, die im Töpelwinkel Ende Juni geplant sind. Es habe mehr als 30 Anmeldungen gegeben, sagte Carin Lau. Einige Kitas hätten sich auch mit Gruppen zu Projekttagen im Töpelwinkel angemeldet.

Trotzdem ist die Situation ernst. Seit Beginn der Corona-Krise ist der Betrieb eingestellt und die Mannschaft in Kurzarbeit. „Wir haben keine Chance, die Lücke zu schließen“, sagte Carin Lau. Der Mai und Juni, in der sonst viele Schulklassen im Töpelwinkel einquartiert waren, sind praktisch Totalausfälle. Das Geld, um über die Saure-Gurken-Zeit zu kommen, fehlt. Ob mit Beginn des neuen Schuljahres wieder Klassenfahrten möglich sind, ist auch noch unklar. Carin Lau befürchtet, die Mitarbeiter dann wieder in Kurzarbeit schicken zu müssen.

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