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Ferienzeit – und die Straßen sind dicht

An drei Stellen sind Fahrbahnen seit gestern voll gesperrt. Das verlangt von den Autofahrern hohe Konzentration ab.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

In den Osterferien rechnen Straßenbau-Auftraggeber mit weniger Verkehr – und legten wichtige Baustellen deshalb auf diese Woche. In der Großenhainer Innenstadt kam deshalb gestern so mancher ins Trudeln. Auf der Poststraße ging wegen eines Krans nichts mehr. Auch an der Meißner Straße/Ecke Mozartallee sowie an der Schubert-Allee/Amalienstraße wiesen Verbots- und Umleitungsschilder die Kraftfahrer auf teils ungewohnte Strecken. Die letztgenannten Bereiche sind den Winterschäden geschuldet. Hier fräst jeweils die Strabag den Belag ab und bringt neuen Splitt auf. Wer von der Meißner Straße kommt, muss über die Klostergasse in verkehrter Richtung auf die Poststraße ausfahren. Wer von der Beethovenallee in die Mozartallee abbiegen wollte, musste einen kleinen Umweg über die Amtsgasse fahren.

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Meißner am Freitag wieder frei

Schwieriger war es auf der Schubertallee. Einige Autofahrer ignorierten die Durchfahr-Verbotsschilder und mussten in Höhe Topfmarkt rückwärts zurück. Auch vom Topfmarkt her war kein Durchkommen, man musste zurück und über die Naundorfer Straße. Die Strabag-Leute rechnen damit, dass sie die Strecken voraussichtlich am Freitag wieder freigeben können. „Wenn nichts mehr dazwischen kommt“, orakelt ein Mitarbeiter. Denn eine Asphaltfräse ist gestern schon ausgefallen.

Garantiert länger andauern wird die Vollsperrung auf der Poststraße. Schon seit dem 10. April war sie eigentlich angekündigt. Gestern nun machten sich die Gerüstbauer breit – sie bereiten den Bau eines neuen Dachstuhls über der Bäckerei Brod-auf vor. Der Kran des Bauunternehmens Morgenrot wurde dann auch gestern Nachmittag aufgestellt. Jens Brodauf hofft, dass die Straßensperrung in vier bis sechs Wochen wieder aufgehoben werden kann. Offiziell ist die Sperrung aber bis Ende Juni beantragt.

Dringend erneuerungsbedürftig sind Dach und Dachstuhl des Bäckereigebäudes. Die Balken sind so morsch, dass sie jeden Moment einstürzen könnten. 100 000 Euro müssen deshalb hier investiert werden. In dieser Woche hat der Bäcker gleich zugemacht, um Kunden nicht zu gefährden. Doch ab nächste Woche müssen Backen und Bauen parallel möglich sein.

Sperrung bis Ende Juni beantragt

1969, so erzählt Jens Brodauf, haben seine Eltern das Haus gekauft. Da waren noch Gesellenzimmer und Gästewohnungen auf dem Dachboden. Doch schon in den 50er Jahren sei eine tragende Wand im Erdgeschoss weggerissen worden. Jetzt müsste der Dachstuhl endlich in Angriff genommen werden. Dachdecker Dietrich aus Lichtensee und Zimmerer Nitzsche aus Frauenhain werden an der Poststraße arbeiten. Auch zwei Flachdächer der Nebengebäude werden gleich mit neu gedeckt.