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Fernsehturm-Betreiber wird Anfang 2021 vorgestellt

Die Deutsche Funkturm sondiert gerade, wer von den Interessenten für den Dresdner Fernsehturm überhaupt in Frage kommt.

Die Gespräche zwischen der Deutschen Funkturm und Interessenten für den Dresdner Fernsehturm laufen.
Die Gespräche zwischen der Deutschen Funkturm und Interessenten für den Dresdner Fernsehturm laufen. © Matthias Rietschel

Dresden. Vor wenigen Tagen machten neue Seilbahnpläne zum Fernsehturm die Runde. Doch wie steht es eigentlich um die Betreibersuche? Gibt es seriöse Interessenten, die den Wachwitzer Sendeturm als Ziel für die Öffentlichkeit öffnen wollen? Die Ausschreibung des Inhabers, die Deutsche Funkturm, ist schon ein paar Monate her. Außer wenigen Informationen, dass es mehrere Interessenten gebe, ist bisher noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen.     

Doch Pressesprecher Benedikt Albers ist optimistisch. "Nachdem wir die europaweite Ausschreibung für einen Betreiber des Fernsehturms erfolgreich gestartet haben, befinden wir uns aktuell in der Phase der Marktsondierung", sagt er auf SZ-Anfrage. Das bedeute, dass mit den Interessenten gesprochen wird, Fragen geklärt und Ideen konkretisiert werden. "Das ist wichtig, um die Nachhaltigkeit und Umsetzungsfähigkeit der Nutzungsideen sicherzustellen", sagt Albers. 

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Denn nicht jede Idee lasse sich auch umsetzen. "Hier gehen wir sehr sorgfältig vor und sind im Zeitplan. Wir streben nach wie vor an, Anfang 2021 den neuen Betreiber und dessen Konzept vorzustellen."

Bis dahin soll auch das Verkehrskonzept, welches im Juni vorgestellt wurde, vom Stadtrat beschlossen werden. Bürger konnten sich mit ihren Ideen und Vorschlägen aktiv daran beteiligen. Rund 43 Millionen Euro sind nötig, um Straßen zum Turm auszubauen und P&R-Parkplätze zu bauen, von denen die Besucher mit Bussen zum Turm gefahren werden sollen. Individualverkehr soll damit ausgeschlossen werden, denn rund um den Turm gibt es keine Parkplätze auf den engen Anliegerstraßen.

26,5 Millionen Euro wollen Bund, Land und Stadt für den Ausbau des Fernsehturmes beisteuern. Bis 2025 soll dies geschehen. Deshalb ist es so wichtig, bis 2021 einen Betreiber gefunden zu haben, damit dessen Vorstellungen zum Ausbau einfließen können. 

Anwohner hatten immer wieder ihre Bedenken geäußert, dass der Ausbau der Infrastruktur nicht mit dem Tempo der Turmeröffnung mithalten könnte. Denn der geplante P&R-Platz an der Rossendorfer Straße soll erst 2026 gebaut werden, ein Jahr nachdem bereits Gäste auf den Wachwitzer Turm fahren sollen.  

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Um die Verkehrslösung voranzutreiben, hatte der Fernsehturmverein kürzlich eine alte Idee neu belebt und drei Varianten und Streckenführungen für eine Seilbahn zum Turm präsentiert. Diese wurden mithilfe des italienischen Seilbahnherstellers Leitner entwickelt. Die Günstigste wäre für 3,5 Millionen Euro umsetzbar, die Teuerste kostet  12,3 Millionen Euro. Die Seilbahn soll jedoch nur temporär fahren. Auch, damit mehr Zeit für den Straßenausbau zu Verfügung steht.  

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