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Fesche Autos auf Rothenburgs Flugplatz

An diesem Wochenende ist Saisonauftakt der Tuning-Szene an der Neiße. Dort gibt es nicht nur Preise für die Schnellsten.

Von Katja Schlenker

Cult Style lebt weiter! Ein Aufschrei ist vergangenes Jahr durch die Autotuningszene gegangen, als die Macher das letzte Treffen dieser Art ausriefen. Nach zehn Jahren ist der Saisonauftakt unter Autoliebhabern eine feste Größe geworden, um sich zu treffen, auszutauschen und das aufgepeppte Gefährt zu zeigen. Damit das nicht einfach wegbricht, gibt es jetzt eine Neuauflage. Was sich bis 2013 Cult Style nannte, heißt fortan Saisonauftakt Rothenburg – The next One, also in etwa die nächste Auflage.

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Mitorganisator Lukas Mühle hat sich andere Initiatoren mit ins Boot geholt, darunter eine Eventagentur und zwei andere Vereine, die sich dem Autotuning verschrieben haben. „Der Cult-Style-Verein macht den Saisonauftakt aus privaten Gründen nicht mehr“, sagt Lukas Mühle. „Daher haben wir umstrukturiert. Aber an der Grundidee ändert sich wenig.“

Wie bisher wird es ein Viertel-Meile-Rennen geben, wo Autos und Motorräder gegeneinander antreten. Da sollen die Autoliebhaber den Saisonauftakt in Rothenburg vor allem dazu nutzen, ihre Autos auszuführen, ihre Umbauten zu testen und herauszufinden, was es noch zu verbessern gibt. Drei Sonderpokale sind ausgeschrieben – für den schnellsten und die beste Reaktionszeit sowie in einer dritten Kategorie, die noch nicht konkret feststeht. Das Autotreffen dient auch dazu, dass derlei Rennen nicht illegal auf der Straße gefahren werden. Stattdessen sollen die Leute sich und ihr Auto lieber auf sichere Weise austesten. Daher ist auch ein Helm Pflicht.

Beim zweiten Wettbewerb Show & Shine, also Zeigen & Glänzen, haben alle eine Chance auf die Pokale. „In dieser Kategorie geht es nicht nur darum, ob ein Auto super gepimpt ist“, erklärt Lukas Mühle. „Sondern auch darum, wie edel ein Auto umgebaut ist.“ Es geht darum, dass das Originalschaubild des Wagens veredelt wird, zum Beispiel durch bessere Felgen. Bei diesem Wettbewerb gibt es zehn Pokale zu gewinnen. Außerdem werden in diesem Jahr erneut drei Pokale von einer polnischen Gruppe vergeben. „Das ist eine große Wertschätzung“, sagt Lukas Mühle. „Und schön, dass es mittlerweile Gruppen gibt, die zu uns kommen, weil sie sich einbringen wollen.“ Selbstverständlich ist das nicht. Es hätte auch sein können, dass die Leute zunächst skeptisch auf den neuen Saisonauftakt Rothenburg schauen. Obwohl das schade wäre. Denn über die Jahre haben sich auch zahlreiche Freundschaften unter den Teilnehmern entwickelt. Die nutzen das Wochenende, um sich zu treffen, danach noch gemeinsam zu grillen und sich auszutauschen.