SZ +
Merken

Fest am Wachsmann-Haus

Der sächsische Auftakt zum Internationalen Museumstag wird am Sonntag in Niesky gefeiert. Zur Freude der Stadt.

Teilen
Folgen

Von Alexander Kempf

Niesky. Am Sonntag steht das Konrad-Wachsmann-Haus in der Goethe-Straße im Fokus der sächsischen Denkmalschützer. Dann wird dort um 11 Uhr der 38. Internationale Museumstag im Freistaat eröffnet. Die Wahl des Veranstaltungsorts unterstreicht, welche Stellung das sanierte Gebäude mittlerweile in Sachsen einnimmt. Auch für die Stadt wird es immer mehr zur wertvollen Visitenkarte. Erst kürzlich ist über das Holzhaus im Jahrbuch des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen berichtet worden. Das bringt Renommee und Aufmerksamkeit. In Niesky soll am Sonnabend auch der Ausstellungskatalog „Holzbauten der Moderne – Entwicklung des industriellen Holzhausbaus“ öffentlich vorgestellt werden. Auch neue museumspädagogische Angebote werden präsentiert.

Im Anschluss steht dann um 12 Uhr nicht mehr das Fachpublikum, sondern die „ganze Familie“ im Mittelpunkt. Jung und Alt können sich an verschiedenen Stationen ausprobieren. Sie erwarten Spiele, Rätsel, Experimente und andere Mitmachangebote, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Die Zimmerei Schulze aus Horka wird beispielsweise alte und neue Zimmermannskunst präsentieren. Auch Führungen durch das Wachsmann-Haus selbst wird es geben. Durst und Hunger will das Bürgerhaus stillen. Es serviert am Sonnabend bis 17 Uhr Deftiges vom Grill und Süßes aus der Kühltruhe.

Aufmerksamkeit auch überregional

Für das Nieskyer Museum ist die Sanierung des Wachsmann-Hauses ein Segen. 2014 erzielt es mit 4930 Besuchern einen neuen Rekord. Leiterin Eva-Maria Bergmann war im März optimistisch, diese Zahl in diesem Jahr sogar noch steigern zu können. Denn 2014 ist das Wachsmann-Haus noch nicht durchgehend geöffnet gewesen. Über mangelnde Aufmerksamkeit für sein neues Aushängeschild kann sich die Stadt Niesky nicht beklagen. Sogar internationale Medien berichten über das Holzhaus, das nach dem weltweit bekannten Architekten Konrad Wachsmann benannt ist. Der war ab 1926 Chefarchitekt des auf Holzbauten spezialisierten Unternehmens Christoph & Unmack AG in Niesky und hat in den folgenden Jahren viele moderne Bauwerke aus Holz entworfen, die teils heute noch stehen.