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Feste vom weißen Lautex-Riesen leben in Burkau weiter

Teile der Industriebrache im Oberland bekommen einen neuen Nutzen. In Burkau entsteht eine Schaffnerstube.

Von Romy Kühr

Bevor das ehemalige Verwaltungsgebäude von Lautex an der Ernst-Thälmann-Straße abgerissen worden ist, sind einzelne Teile ausgebaut worden. Sie sind in der Bauteilebörse eingelagert, die die Stadt gemeinsam mit dem Internationalen Bund (IB) auf dem Gelände eingerichtet hat.

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Einige der historischen Details haben schon eine neue Nutzung gefunden. Wie Peter Ketter vom IB, der die Bauteilebörse betreut, berichtet, übernimmt der Verein Technisches Ausbildungszentrum Sachsen aus Burkau Einbauschränke und Türen aus dem Lautex-Riesen. Der Verein hat den alten Bahnhof in Burkau saniert und will hier eine historische Schaffnerstube originalgetreu einrichten. Dabei werden die alten Holzteile aus Neugersdorf verbaut.

Peter Ketter wünscht sich noch mehr solcher Resonanzen. Die Bauteilebörse wurde eingerichtet, um historischen Teilen aus Abrissgebäuden eine Zukunft zu geben. Neben Teilen aus den Industriebrachen sind vor allem Details aus Umgebindehäusern hier eingelagert und sogar ein komplettes Haus in Einzelteilen. Zwei Jugendliche aus der IB-Jugendwerkstatt haben mitgeholfen, diese aufzuarbeiten und für das Lager vorzubereiten. Etwa 200 historische Bauteile lagern bislang in Neugersdorf, in unterschiedlicher Stückzahl. „Das entspricht über 1 500 Einzelstücken“, so Peter Ketter.

Demnächst werden zwei weitere Umgebindehäuser abgerissen und Details daraus eingelagert, berichtet der Projektbetreuer. Das geschieht gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde. Sie gibt vor, welche Teile sichergestellt und erhalten werden müssen.