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Festscheune am Stausee öffnet für jedermann

Die Räume in Sohland sind für Feiern sehr beliebt. Künftig dienen sie auch als öffentliches Restaurant. Und der Inhaber hat noch mehr vor.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

Sohland. Über 30 Hochzeiten wurden allein dieses Jahr schon in der „Scheune am See“ gefeiert. Etwa die Hälfte der Paare hat sich auch gleich vor Ort das Jawort gegeben – mit Blick auf den Sohlander Stausee. Seit Anfang letzten Jahres dürfen dort Trauungen stattfinden. Sowohl im Haus auf der Galerie als auch im Freien unter einem weißen Trau-Pavillion. Aber auch für andere Feiern und Veranstaltungen ist die ehemalige Scheune sehr beliebt, die Markus Kretschmar seit 2013 ausgebaut hat. „Für das kommende Jahr sind wir schon gut gebucht“, berichtet der 38-Jährige. Auf dem Erfolg ruht er sich allerdings nicht aus. Vielmehr hat er jetzt neue Pläne.

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Künftig dient die „Scheune am See“ auch als öffentliches Restaurant. Zumindest an drei Tagen pro Woche. Ab der zweiten Oktober-Hälfte ist jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 15 Uhr geöffnet. Markus Kretschmar, der auch den Biergarten am Sohlander Stausee betreibt und jedes Jahr mit mehreren Ständen auf dem Bautzener Weihnachtsmarkt vertreten ist, will so dafür sorgen, dass sein Team durchgehend Arbeit hat. Zehn fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt er. Hinzu kommen etliche Pauschalkräfte. Doch Feiern finden vorwiegend an den Wochenenden statt und der Biergarten ist nur im Sommerhalbjahr geöffnet. „Allein davon können wir nicht leben“, sagt Markus Kretschmar. Er will aber keinen Mitarbeiter den Winter über nach Hause schicken. Auch deshalb nicht, weil dann die Gefahr besteht, dass sich die Leute einen anderen Job suchen und er sie so verliert. „Ich habe ein sehr gutes Team, mit dessen Arbeit ich absolut zufrieden bin“, lobt Markus Kretschmar, der im kommenden Jahr einen zusätzlichen Koch einstellen will.

Italiener kocht Pasta

Als öffentliches Restaurant wird künftig ein Raum im Erdgeschoss der „Scheune am See“ genutzt, der zum See hin eine große Glasfront hat. Der Unternehmer hat schon zusätzliche Tische und Stühle dafür bestellt. „Es wird dort eher rustikal zugehen“, blickt er voraus. Auf der klein gehaltenen Speisekarte stehen zum einen italienische Gerichte. „Unser italienischer Koch macht super Pasta“, schwärmt Markus Kretschmar. Zum anderen werden Burger und Steaks angeboten. Aber auch Kaffee und Kuchen soll es geben. Schließlich wird ja schon nachmittags geöffnet. Außerdem lädt die „Scheune am See“ demnächst wieder zu Martinsgans und Skrei – dabei handelt es sich um einen Winter-Kabeljau – ein, weil das im vergangenen Jahr bei den Gästen gut ankam.

Doch damit nicht genug. Auch Veranstaltungen wollen Markus Kretschmar und sein Team künftig anbieten. Den Auftakt dafür bildet ein „Musikalisches Dinner“ am 21. Oktober im großen Saal der Scheune. Der Berliner Torsten Münnich, der aus der Oberlausitz stammt und unter dem Namen Feuerzeux auftritt, spielt Gitarre und singt dazu in Oberlausitzer Mundart, aber auch in Hochdeutsch. Zwischen seinen Auftritten serviert das Team des Hauses ein dreigängiges Menü. Eintrittskarten für diesen Abend können ab sofort bestellt werden. „Wenn das gut ankommt, wollen wir eine Reihe daraus machen“, stellt Markus Kretschmar in Aussicht.

Auch neue Baupläne hat der Sohlander, der verheiratet ist und kürzlich zum zweiten Mal Vater wurde. Sie betreffen den Wald, der sich zwischen der „Scheune am See“ und dem Biergarten erstreckt. Er soll zu einer Art Natur-Erlebnis-Park werden. Im kommenden Jahr geht es los. „Wir wollen Wege anlegen und verschiedene Dinge entstehen lassen, mit denen sich Jung und Alt beschäftigen können“, verrät Markus Kretschmar. Als Beispiele nennt er eine große Baumstamm-Wippe und einen riesigen Findling, der so aufgehangen wird, dass ihn sogar Kinder bewegen können. Weitere Ideen werden noch gesammelt.

Wald wird zum Erlebnispark

Der Natur-Erlebnis-Wald soll Stück für Stück entstehen, sodass die Leute bei jedem Besuch Veränderungen entdecken können. „Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, dass wir den schönen Stausee haben, sondern wir müssen immer wieder was Neues bieten“, sagt Markus Kretschmar, der sehr dankbar dafür ist, dass ihn seine Familie und seine Mitarbeiter bei der Umsetzung seiner Visionen und Pläne kräftig unterstützen.

Die „Scheune am See“ bietet Platz für insgesamt 200 Leute. Weil getrennte Räume vorhanden sind, können mehrere Feiern gleichzeitig stattfinden, ohne sich gegenseitig zu stören. Dank eines Aufzuges ist das gesamte Haus auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Kunden kommen vorwiegend aus der Gegend zwischen Bischofswerda, Oderwitz und Bautzen. Doch so manches Hochzeitspaar reist auch von weit her an; schon etliche kamen aus der Münchener Gegend. „Das sind in der Regel Leute, die ihre Wurzeln in der Oberlausitz haben“, erklärt Markus Kretschmar.

Karten für das „Musikalische Dinner“ am 21. Oktober können bestellt werden unter 035936 336820 oder 0173 8829216.